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Lynagh

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Dienstag, 11. Dezember 2007, 22:06

Loki's Strafe

Obwol Odin selten mehr lachte und Frigga oft weinte, wenn sie die Wolken webte in Fensalir, nahm das Leben der Asen seinen alltäglichen Lauf, wie vor dem Tod Balders. Der Schatten des Ragnaröks war näher gekommen und hing, beängstigend und düster über ihnen allen; jedoch die nächtlichen Feste in Walhalla waren noch immer so fröhlich wie früher und in Midgard werden Kriege angezettelt und geführt, die Walküren ritten zu immer mehr Kämpfen und die Streitkraft der Enheriaren, den Augewählen Helden, wurde immer grösser.

Balder und Höd befanden sich nicht mehr zwischen den Asen und obwohl Vali nun einer von ihnen war, war es noch einer der fehlte, der Loki.
Nach Balders Tod wagte er es nicht mehr nach Asgrad zu kommen und obwohl noch nicht über Rache gesprochen war, wusste er dass sie unvermeidlich war. Odin war sicher nicht unwissend des Faktes, dass es seine Hand war die den schicksalhaften Zweig der Mistel zum Pfeil geschnitten und dass er Höds Hand geführt hatte. Ausserdem wussten die Asen auch, dass er es war, der in der Gestalt der Riesin Thökk geweigert hatte Balder mit seinen Tränen aus Helheim holen zu helfen. Aber als die Zeit weiter ging und es wurde nichts gegen ihn unternommen, langweilte sich Loki mit dem nur in Midgard die Unruhe und Unheil zu stiften und auch fühlte er sich irgendwie vernachlässigt und vergessen. Es schien als ob die Asen ihn ganz vergessen hatten und doch war er, Loki, ebenso mächtig als jeder von ihnen und er hatte etwas getan, was kein Wesen in allen neun Welten je zu tun dürfen wagte.

Als sich da auch das Erntefest näherte, begab sich Loki, obwohl er nicht die Frechheit hatte nach Asgard selbst zu gehen, in die Festhallen die auf einer Insel in Kattegat waren. Ausserdem wusste er wohl, dass sein alter Feind Heimdal ihm nie erlauben wird die Brücke Bifrost zu überqueren.

Auf der Insel waren alle Asen für das Fest zusammen gekommen, sowie sie es jetzt immer taten seit der Zeit als Thor den grossen Braukessel für Aegir besorgt hatte. Thor selbst, das wusste Loki sehr gut, war gerade in Jötunheim, wo die Riesen wieder unruhig wurden und Böses ausheckelten um den Göttern und Menschen zu schaden.

Bei der Saaltür begegnete Loki dem Eldir, der Koch bei Aegir war. „Sage mir Eldir“, fragte Loki, „worüber reden die Asen denn während ihrer Feste bei Aegir?“ „Sie sprechen über ihre Waffen und über Kriege,“ antwortete Eldir. „Jedoch niemand der Asen und Vanen hier hat es auch mit einem Wort über dich.“ „Dann gehe ich herein und setze mich dort zu ihnen,“ sagte Loki, „dann verschaffe ich ihnen bittere Kräuter für ihren Met und giftige Beilagen bei ihrem Essen.“ „Denke daran, wenn du übertreibst, und die Asen Verleumdungen oder Flüche von dir hören, werden sie es nicht hinnehmen,“ warnte ihn Eldir. Aber Loki antwortete geringschätzig: „Du redest zu viel, aber doch nicht so viel wie ich, denn ich habe immer das letzte Wort!“ Mit diesen Worten schob er Eldir zur Seite und tratt in den Saal ein.

Als Loki erschien, wurde es still und die Asen sahen ihren unwillkommenen Gast mit Verachtung und Abscheu an.
„Ich komme hier durstig und hungrig nach einer langen Reise an,“ rief Loki frech, „und nicht einmal einer von euch Asen bietet mir etwas zum Trinken an, von eurem leckeren Met! Warum schweigt ihr da alle so mürrisch? Man sollte mir wenigstens einen Platz anbieten!“

„Nie mehr werden dich die Asen zu ihrem Tisch einladen,“ sagte Bragi, der gerne Frieden bewahren wollte. „Denn sie wissen alle nur zu gut, was du angerichtet hast – und was dafür deine Belohnung sein wird.“

„Erinnerst du dich noch an den Eid, Odin,“ rief Loki, sich zum Odin richtend. „In den allerfrühsten Zeiten haben wir unser Blut vermischt und du hast geschworen mir nie einen Getränk zu verweigern wenn du ein Becher voll Met zu deinen Lippen hebst.“
„Das ist wahr,“ bestätigte Odin ruhig. „Mein Sohn Vidar, rücke ein bißchen weiter, so dass der Vater von Fenrir dem Wolf sich hinsetzen kann. Nie wird jemand sagen, dass einer der Asen sein Wort und Eid gebrochen hat.“

Loki setzte sich und nahm einen kräftigen Schluck vom Met. Aber lange konnte er seine lasterhafte Zunge nicht im Zaum halten und der Haß und Eifersucht in seinem Herzen wurden so gross, dass er sich nicht mehr lange beherrschen konnte.

„Sei gegrüßt, mächtige Asen!“ rief er. „Ich grüße euch alle außer dem feigen, gemeinen Bragi, der mich von meinem rechtmässigen Platz zwischen euch verdrängen wollte!“


„Ich werde dir aus meinen Vorratskammern ein Pferd und ein Schwert geben, ja auch Ringe,“ sagte Bragi sanft, „wenn du bitte aufhörst die Asen zu beleidigen und den Frieden dieses Festes nicht weiter stören wirst.“

„Bragi, du Feigling,“ schrie Loki. „Noch nie hast du in einem Streit mitgemacht, noch nie dein Pferd oder dein Schwert benützt. Nein, du hast dich versteckt, für den Fall ein verirrter Pfeil könnte dich mal treffen!“

„Sei sicher, dass wenn wir draussen wären und nicht Gäste auf einem Fest, ich deinen abgeschlagenen Kopf bald in meinen Händen halten würde,“ sagte Bragi aufgebracht.


„Ich bitte dich, im Namen unserer Liebe, fordere Loki doch nicht heraus!“ flüsterte die schöne Iduna, mit einer Hand auf dem Arm ihres Gemahls und die andere Hand auf Lokis Schulter.


„Schweige, Iduna,“ sagte Loki. „Ich finde dich eine sehr ungeeignete Frau um mich, der deinen Bruder tötete, anzufassen.“


„Ich möchte bloß den Frieden bewahren,“ schluchzte Iduna, „denn ich will nicht, dass du und Bragi hier in Aegirs Hallen kämpft.“

„Du mußt etweder betrunken oder verrückt sein, um dich so aufzuführen Loki,“ sagte Odin. „Sage darum nichts mehr wenn du keine Friedensworte finden kannst.“

„Nein Odin! Du sollst dich schämen, dass du dich zwischen zwei Krieger so drängst!“ schrie Loki. „Jeder weiß dass du den Sieg im Streit oft den Feiglingen beschertest und Gungnir über den Köpfen von Männer geschwungen hattest, die tapferer waren als du selbst! Ausserdem bist du ein Feigling, denn auf der Insel Samsey hast du die Gestalt einer Hexe angenommen und dieselbe gemeine Streiche augeheckt wie sie.“

„Du solltest nicht über Dinge sprechen die stattfanden als die Welt noch jung war und du und Odin wie Brüder,“ sagte Königin Frigga schnell, noch mal versuchend den Frieden zu stiften.

„Halte deinen Mund Frigga, du Ehebrecherin,“ rief Loki, „wir alle wissen dass du die Geliebte von Vili und Ve gewesen bist, wenn ihr Bruder Odin nicht da war.“

Das war so albern so etwas zu sagen von Frigga, Göttin der Ehetreue, dass die Asen alle in schallendes Gelächter ausbrachen, obwohl Frigga rief: „Wenn mein Sohn Balder hier wäre, würdest du so etwas nicht sagen!“

„Balder wird nie mehr an deinem Festtisch sitzen,“ sagte Loki herausfordernd, „weil ich die Ursache seines Todes bin und dafür sorgte, dass er in Helheim bleiben muß!“

„Sei still du betrunkener Angeber!“ rief Freya böse, „du bist kein Mann, sondern nur halbe Frau!“

„Dreckige Hexe,“ rief Loki nach Atem ringend, denn Freyas Worte waren die grösste Beleidigung die im Norden vorhanden war. „Es gibt kein Ase, der nicht dein Liebhaber gewesen ist und ich weiß sehr wohl was du mit den Zwergen getan hast um Brisingamen in dein Besitz zu kriegen!“

Nun legten viele Asen die Hand auf ihre Schwerte, bereit um Loki anzugreifen aber Odin gab ihnen ein Zeichen also setzten sie sich wieder schweigend nieder.



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= sich über Nichts zu wundern ist wohl das Einzige, was einen glücklich machen kann und bleiben läßt
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Dienstag, 11. Dezember 2007, 22:19

Loki's Strafe (Teil 2)

Nach einigen Minuten konnte es Loki nicht vertragen dass er so totgeschwiegen worden war und begann wieder mit Vexieren:

„Sehe dort, da sehe ich meinen Freund Tyr! Tyr den Krieger! Ein erbärmlicher Krieger mit nur einer Hand!

Mein geliebter Sohn Fenrir der Wolf hat sie abgebissen!“
„Der Wolf liegt in Fesseln am Ende der Welt!“ sagte Freyr ruhig. „Wenn du dich nicht zusammennimmst Loki, bist du der nächste um unsere Ketten auf deinem Körper zu fühlen.“

„Und wer bist du, dass du meinen Sohn verhöhnst?“ schrie Loki. „Du der eine Frau, die Tochter von Gymir, mit deinem Schwert gekauft hast! Als Fenrir dir am Ragnarök begegnete, hat er eine bequeme Mahlzeit, ein Krieger der sein Schwert verloren hat!“

„Loki du bist betrunken und weisst nicht was du da sagst,“ bemerkte Heimdal ruhig. „Gehe jetzt nach draussen in die frische Luft so wie es für jeden anständigen Trinker schicklich ist. Wenn man zu viel getrunken hat, spricht man Unsinn, aber man kann es bald vergessen und man kann es ausser acht lassen – wenn man damit zeitig genug aufhört.“

„So du bist also auch hier, bei dem Fest der Asen, du zitternder Held,“ höhnte Loki. „Du hast sicher eine Langeweile von dem ewigen Stehen auf der Bifrost Brücke, ohne je schlafen zu können!“


Dann sprach Skaldi und weil sie in dem Augenblick die Gabe hatte in die Zukunft zu sehen, war ihre Stimme sängerig und kam wie aus einer grossen Entfernung: „Loki der Hund,“ sagte sie, „Loki der falsche Hund! Nicht lange mehr wird er frei bellen! Ich sehe ihn auf einem haarscharfen Felsen, durch die Asen mit Wolfssehnen gefesselt, in Ketten geschlagen, gefesselt durch seinen eigenen Sohn.“


„Oh, lässt sich Skadi, die Tochter einer Riesin, herab und findet mich genug würdig um zu mir zu sprechen?“ rief Loki. „Sie vergißt, dass ich es war der voran stand als ihr Vater Thjassi besiegt wurde..... sie erinnert sich nur dass sie mal meine Geliebte war!“


„Trink nun mal diesen Becher mit dem alten Met und höre auf mit dem Unsinn und dem Laster,“ sagte Sif mit dem Goldenen Haar beruhigend und als letzter Versuch um den Frieden auf dem Fest zu bewahren. „Trinke und höre damit auf die Asen zu verleumden.“


Aber Loki hörte nicht auf den guten Rat und schrie: „Und dort hat man die Sif auch! Sif, die mir einmal ihr Haar geschenkt hat! Selbst sie war ihrem Gemahl untreu und nahm mich in die Arme!“
Er hatte es noch kaum ausgesprochen als da der Donner erklang, die Erde fing an zu zittern und Thor selbst im Saal erschien, sein roter Bart war steif und sprühte Funken der Wut.

„Halte deinen dreckigen Mund du minderwertiges Scheusal!“ brüllte er. „Mjölnir mein Hammer wir dich schon zum Schweigen brigen wenn du noch ein lügnerisches Wort aussprichst!“


„Ha, dort haben wir endlich unseren grössten Schuft!“ höhnte Loki, jetzt jedoch ein bißchen näher an der Tür. „Jetzt hast du einen grossen Mund Thor, aber das wird sich ja ändern wenn du am Ragnarök meinem Fenrirwolf gegenüber stehst!“


„Das können nur die Nornen entscheiden,“ antwortete Thor, „aber noch ein Wort von dir und ich werfe dich in das Polarmeer so dass niemand dich je mehr wieder sieht!“

„Ach, wollen wir über das Reisen in Jötunheim sprechen,“ höhnte Loki. Jeder weiß wie du dich im Daumen von Skrymirs Handschuh versteckt hast! Und was das mich mit dem Werfen betrifft, wir wissen auch dass Skrymirs Tasche so steif zugeschnürt war, dass du sie nicht öffnen konntest und es dann ohne Abendmahl aushalten mußtest!“

„Der Hammer der Rungnir niederschlug , wird auch dich töten,“ brüllte Thor, Mjölnir in der Luft schwingend, „und du gehst zum Nastrond und wirst in Hvengelmir gekocht werden und dann Nidhuggur als Mahlzeit dienen!“

„Ich habe nur die Wahrheit gesprochen, aber ich werde jetzt weggehen!“ kreischte Loki. „Ich weiß von früher, dass Thor sich nicht beherrschen kann...... und was Aegirs Saal betrifft, ich hoffe dass er niederbrennt bevor wir ein Jahr weiter sind!“

Damit verschwand er, aber die Asen, sehr wütend, schworen, nachdem sie darüber miteienander gesprochen haben, einen teueren Eid dass sie nicht ruhen werden bevor Loki gefangen und gefesselt war. Als dann auch das Fest zu Ende war, zerstreuten sie sich über alle Welten und suchten nach ihm.

Loki wusste ganz genau, das die Asen ihm nie verzeihen werden was er getan hatte und ihm auch keine Gelegenheit geben werden um noch mehr Unheil anzurichten; darum ging er weg und suchte nach einem sicheren Versteck. Nachdem er einiger Zeit in Midgard unhergestreift war fand er schliesslich einen hohen Berg, von dem er in alle Richtungen Kilometer weit hinaussehen konnte. Hier baute er sich ein Haus mit vier Türen neben dem Frananger Wasserfall; und oft veränderte er sich in einen Lachs, der sich in dem tiefen Wasser versteckt oder sich hinter dem Wasserfall aufhielt. „Hier werden sie mich nie finden,“ dachte er als er eines Tages bei einem Feuer im Haus saß und acht gab; durch die freie Aussicht aus den vier Türen. „Ich werde sie schon von weitem sehen, kann mich in einen Lachs verändern und mich so gut im Frananger Wasserfall oder irgendwo im Fluß vertecken, dass keiner von ohnen mich finden kann.... Natürlich, wenn sie sich das Netz von Ran leihen, könnten sie damit Erfolg haben so wie ich mit dem Zwerg Andvari. Aber Ran ist meine Freundin, wir beide finden es köstlich Unheil anzurichten und sie wird ihnen das Netz nie leihen....Und die Asen sind viel zu dumm um selbst ein solches Netz zu machen! Und selbst wenn sie es wollten, keiner von ihnen wird so was machen können! Selbst für mich wäre es eine schwierige Aufgabe, obwohl es eigentlich nichts gibt was ich nicht könnte! Ich würde, denke ich, ich würde damit so anfangen.....“ Er nahm ein Knäuel Strick und fing an sehr geschickt ein Netz zu stricken.

Als er etwas später zufällig seinen Kopf hob, sah er eine Gruppe Asen mit Thor als Anführer in der Ferne den Berg hinaufklettern.
Mit einem Fluch warf er das unvollendete Netz ins Feuer, schlich durch die am weitesten gelegene Tür heraus, veränderte sich in einen Lachs, schlüpfte in den Fluß und versteckte sich hinter dem Frananger Wasserfall. Als die Asen bei dem Haus ankamen, fanden sie keine Spur von Loki noch konnten sie seine nähe spüren.


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Dienstag, 11. Dezember 2007, 22:22

Loki's Strafe (Teil 3)

„Doch er war hier“ behauptete Thor. „Denn Vater Odin sah ihn als er vom Hlidskälf über die Welten ausschaute. Loki saß in diesem Haus bei dem Wasserfall.“

Das Wort Wasserfall ließ Hönir irgendwie an etwas denken; er ging zu dem Haus zurück und starrte lang und nachdenkend ins Feuer.
„Seht,“ sagte er gelassen, „das ist die Asche von einem Netz wie Ran es benützt um die Seeleute unters Wasser zu ziehen.... Das erinnernt mich an die Zeit als Odin, Loki und ich nach Midgard gingen und Loki den Zwerg Andvari mit Rans Netz fing als der sich in Gestalt eines Fisches in genau so einem Wasserfall verteckte als dieser.....Ich denke Loki versteckt sich im Frananger Wasserfal als ein Fisch und als wir kamen war er gerade damit beschäftigt ob er genau so ein Netz machen kann wie Rans. Denn er weiß ganz genau, dass Ran nie ihr Netz ausleihen wird um einen von dem Geschlecht der Riesen damit zu fangen. Laß uns probieren ob wir so ein Netz machen können um Loki zu fangen.“

Sofort machten sich die Asen an die Arbeit und gebrauchten die Reste die sie in der Asche gefunden hatten als Muster und bald hatten sie so ein langes Netz dass sie den Fluß in einem Zug abfischen konnten. Dann nahm Thor ein Ende und die übrigen Asen das andere und sie zogen es durch den Fluß bis zum Wasserfall. Aber Loki schoß davor weg und und versteckte sich zwischen zwei Steinen, aber er berührte das Netz als es über ihn gezogen wurde und da bemerkten die Asen, dass sich dort etwas versteckte. Also machten die Asen das Netz schwerer so dass er nicht darunter durch schlüpfen konnte und zogen es Stromabwärts, vom Wasserfall Richtung Meer. Und als Loki den grossen Ozean sah, wo kein Lachs leben konnte, bekam er Angst und sprang über das Netz, schwamm schnell stromaufwärts um sich wieder im Wasserfall zu verstecken.

Aber jetzt hatten ihn die Asen gesehen und wieder fischten sie den Fluß ab. Aber diesmal hielten die übrigen Asen beide Enden und Thor watete in der Mitte direkt hinter dem Netz. So gingen sie wieder bis zum Meer und Loki sah nur zwei Möglichkeiten: Er mußte wieder über das Netz springen und hoffen, dass Thor ihn nicht fängt oder mit den Gefahren des Ozeans vorlieb nehmen. Vor Letzterem bekam er Angst, denn er wußte, dass Aegier der Herr der Meere, viele Ungeheuer hatte die er auf ihn hetzten würde. Darum sprang er plötzlich über das Netz zurück. Aber Thor sah ihn und griff ihm an der Hinterflosse und drückte so fest, dass dadurch alle Lachse bis heute schmalle Schwänze haben. Nun nahm loki seine eigene Gestalt wieder an und da er ausserhalb Asgard gefangen worden war, auf einem Platz wo keine Gesetze der Gastfreundschaft ihn schützten, wußte er dass er der berechtigten Straffe für den Mord an Balder nicht entgehen wird.


Sie schleiften ihn mit in eine Grotte, tief unter der Welt der Menschen, dort setzten sie drei platte scharfe Steine rechtauf und fesselten Loki darauf fest. Ein Stein unter seinen Schultern, ein unter den Schenkeln, ein unter den Waden. Um an magische Fesseln zu kommen, die Loki auch für immer binden werden, veränderten sie seinen bösartigen Sohn Ali in einen Wolf, der sofort seinen Bruder Wolf Narfi tötete und in Stücke riß. Aus Narfis Sehnen machten sie die Stricke womit sie Loki fesselten und sie zogen sie durch Löcher die sie in den drei Steinen bohrten Danach veränderten sie die Sehnen durch Zauberkraft in Eisen.
Letztendlich um die Strafe noch ärger zu machen, nahm Skadi eine giftige Schlange die er oben an den Kopf von Loki hing, so dass deren Gift auf ihn tropfte und er sich dadurch von Schmerzen wand. Aber selbst Loki hatte auf der Welt jemanden der ihn liebte und das war seine traue Gemahlin, die Riesin Sygin... Sie eilte zu ihm und hielt ein Becher auf, in den das Gift tropfte aber jedesmal wenn er voll war und sie ihn ausgiessen mußte, wand sich Loki von Schmerzen und die ganze Erde zitterte und schüttelte sich.


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