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Haben und nicht geben ist in manchen Fällen schlechter als stehlen.
Marie von Ebner-Eschenbach
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Deutschland so gespalten wie nie
Dramatisch gestiegene Armut, soziale Verödung ganzer Landstriche: Sozialverbände warnen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland weiter wächst. In einer Region ist die Lage besonders prekär.
Die soziale und regionale Zerrissenheit hat dramatisch zugenommen, die Armut mit 15,2 Prozent in Deutschland ein Rekordhoch erreicht: Anlässlich der Veröffentlichung seines Armutsberichts 2013 warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband vor der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich und der sozialen Verödung ganzer Regionen.[...]
Die Nationale Armutskonferenz nennt die Befunde alarmierend.[...]
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »matty« (15. März 2014, 17:25)
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Mehr als drei Millionen verdienen nicht genug zum Leben
Immer mehr Erwerbstätige in Deutschland können einem Medienbericht zufolge kaum von ihrem Einkommen leben. 3,1 Millionen liegen demnach unter der Armutsschwelle. Oft reicht es noch nicht mal für eine vollwertige Mahlzeit. Die Zahlen zeigen: In Deutschland wächst Armut rasant.
Den Angaben zufolge konnten beispielsweise 379.000 der armutsgefährdeten Erwerbstätigen im Jahr 2013 ihre Miete nicht rechtzeitig bezahlen, 417.000 verzichteten auf ein angemessenes Heizen. Rund 538.000 sparten beim Essen, indem sie nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu sich nahmen. Für rund jeden zweiten Betroffenen war der Statistik zufolge schon ein einwöchiger Urlaub im Jahr außerhalb der eigenen vier Wände nicht bezahlbar. Fast 600.000 Betroffene verzichteten auf einen eigenen Pkw, weil sie sich ihn nicht leisten konnten.
Als armutsgefährdet gilt, wer einschließlich aller staatlichen Transfers wie zum Beispiel Wohn- oder Kindergeld weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens erzielt. 2013 lag diese Schwelle den Angaben zufolge in Deutschland bei 979 Euro netto im Monat.
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Der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski von der Universität Hohenheim hat dem Hidden Hunger ein ganzes Buch gewidmet. "Der verborgene Hunger. Satt sein ist nicht genug" heißt es. Darin beschreibt er das Phänomen ausführlich und zeigt, wie es sich beeinflussen lässt.
Ernährungsmediziner warnt:
"Mit Armut etabliert sich versteckter Hunger in Deutschland"
Verborgener Hunger: Fehl- und Mangelernährung in der Kindheit haben lebenslange Folgen / Unentgeltliches, hochwertiges Essen in Kitas als Prävention
Der Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz offenbart: Auch in Deutschland entwickelt sich wieder Armut. Oft unbemerkt, doch eng damit verbunden etabliert sich auch ein versteckter Hunger in Form von Fehl- und Mangelernährung, warnt der Ernährungsmediziner Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski von der Universität Hohenheim. "Der Tagessatz von Hartz IV für Ernährung reicht nicht aus, um ein Kind gut zu ernähren. Die Folgen tragen Menschen und Gesellschaft ein Leben lang." Der Wissenschaftler fordert deshalb unentgeltliches, hochwertiges Essen in Kindertagesstätten und Schulen.
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Trotz Aufschwungs steigt die Armut
Immer mehr Bundesbürger gelten als arm. Wie passt das zum Aufschwung? Beschäftigungsforscher sagen: Der Boom war nur möglich, weil so viele in die Armut getrieben wurden.
Vollbeschäftigung ist nicht nur ein großes Wort, sondern auch ein großer Traum vieler Wirtschafts- und Sozialpolitiker. Vor ein paar Wochen erst träumte der Chef der Bundesagentur für Arbeit ganz laut davon. Für Frank-Jürgen Weise liegt die Vollbeschäftigung in Deutschland ganz nah.
Schließlich staunen halb Europa und der Rest der Welt über das neue deutsche Jobwunder, das allen Krisen trotzt. Die Wirtschaft boomt, und die Beschäftigtenzahl nimmt von Jahr zu Jahr zu. 42,6 Millionen Menschen haben Arbeit, das ist Rekord.
Und dann das: Nicht nur Bruttoinlandsprodukt und Einkommen steigen – sondern auch die Armutsquote, mahnt jetzt ein Bericht des Paritätischen Gesamtverbands.
Einkommen der Armen sind gesunken
Genau so ist es, sagt Armutsforscher Ernst-Ulrich Huster, Professor für Politikwissenschaft der Universität Gießen: "In den letzten Jahren haben nur die oberen zehn Prozent der Einkommensbezieher satte Zuwächse erzielt." Die unteren 20 Prozent hingegen hätten Einbußen hinnehmen müssen – und am stärksten gelitten hätten die ärmsten zehn Prozent.
im täuschen war die BRiD schon immer gut!Schließlich staunen halb Europa und der Rest der Welt über das neue deutsche Jobwunder, das allen Krisen trotzt. Die Wirtschaft boomt, und die Beschäftigtenzahl nimmt von Jahr zu Jahr zu. 42,6 Millionen Menschen haben Arbeit, das ist Rekord.