Sie sind nicht angemeldet.

Lynagh

Meister

  • »Lynagh« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 011

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2007

Wohnort: Holland

Danksagungen: 5

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 14. Februar 2012, 18:20

Wichtige Räume: KÜCHE

Da wir schon die Lectrologie, "Bettenwissenschaft" hatten wäre es ein Unrecht den zweiten wichtigen Raum unserer Wohnungen nicht zu erwähnen und da ich nicht weiß wie ich es "wissenschaftlich" bezeichnen soll wird es halt nur Küche genannt. Also Beschreibungen eurer Küchen, zum Essen kommen wir in einem anderen Beitrag :D

Lynagh's Küche:
England und Holland haben kleine Küchen (wenigsten in letztem modernen Jahrhundert) aber es bedeutet nicht dass wir schlechter kochen (wenigstens das nehme ich an :D ), nur dass holländische und englische (Haus)Frauen nicht das kochen lieben, selten wirklich kochen und viele nicht mal kochen können - warum es so ist weiss ich nicht also unsere Küchen sind mehr Kochnischen. Meine ist 2.8 x3,5 Meter und ich habe gerade grob gemessen. Die Kurzen Seiten: eine ist das Fenster die andere die Tür. Eine lange Seite ist die Anrichte, elektrischer Herd, Abfallbehälter, die andere lange Seite: Waschmaschine, Spüllmaschine, Kühlschrank und eine hölzerne Arbeitsplatte auf Rädern worauf auch die Mikrowelle steht + kleinere Dinge. Kasten bis zur Decke entlang den beiden langen Seiten über der Anrichte und den Apparaten. Ups ich koche zwar gerne aber selten, kann gut kochen aber irgendwie passe ich in das allgemeine Bild der nicht oft kochenden Frauen (die kochen können). Es gibt die Mehrheit die es überhaupt nicht kann oder tut.
Bei uns gibt es allgemein nur ein warmes Essen: um 6 abends bei dem sich früher die Familie versammelte. Früher, denn heute essen viele nicht am Tisch sondern beim Fernsehen oder Rechner :( Lunch ist eigentlich nur klein, oft nur Sandwitches oder Salate, Frühstück am Wochenende ausgiebig (das englische Frühstück aber viel besser als in den Hotels ;) ) und um 4.30 Tee mit was kleinem herzigen oder süßen (alles beim Bäcker gekauft denn ich denke dass nur sehr wenige backen können (ich kann es) oder wollen (mich einbeziehend :S ). Also viel kulinarisches wird in unsren Küchen nicht produziert, wahrscheinlich sind wir (diese zwei Länder) ein Unikum denn unsere Nachbarländer kochen alle ausgiebig, oft und gerne und sehr lecker.... und haben viel größere Küchen - darum bin ich neugierig wie die eure sind :)
***NEC ASPERA TERRENT***


Nil admirari prope res est una, solaque quae possit facere et servare beatum
= sich über Nichts zu wundern ist wohl das Einzige, was einen glücklich machen kann und bleiben läßt
(Horatius)

Tarja

Profi

  • »Tarja« wurde gesperrt

Beiträge: 698

Registrierungsdatum: 30. November 2009

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 15. Februar 2012, 17:27

Also ich bin von einer großen Küche in eine kleinere Küche gezogen.
Ich finde zwar große Küchen auch schön, aber kleine Küchen ersparen eine Menge Lauferei. Was ich allerdings schmerzlichst vermisse, ist eine Speisekammer. Aber nun ja, ist halt in der Großstadt nicht üblich.
Viele Küchengeräte habe ich abgeschafft, weil wir sind nur noch ein Zweipersonenhaushalt. Also rasple ich lieber das Kraut und die Möhren auf die althergebrachte Art.
Für den Jogurt jedoch habe ich noch ein Gerät.
Die Mikrowelle wurde abgeschafft. Auch besitzen wir eine normale Brühkaffeemaschine. Der Wasserkocher ist für mich auch extrem wichtig, weil ich damit bei der Haltbarmachung von Kompott, Marmeladen und Säften die Gläser und Flaschen keimfrei auspülen kann. Außerdem sind wir Teetrinker.
Eine Tiefkühltruhe ist leider von Nöten um die ERnte erstmal unterzubringen, damit sie nicht verdirbt, oder um das Biofleisch fjür den Monat zu lagern.
Dann habe ich mir noch einen Entsafter angeschafft, Gefäße für Sauerkrautzubereitung und Kuchenuntensilien.
Geschirr habe ich unserer Familiengröße angepaßt. Jedoch für Tee muß es schon aus Jenaer Glas sein. Ich liebe die Farbe des Tees auf dem Stövchen.
Zum Kochen benutze ich richtig teure Töpfe. Ich koche an und stelle den Herd ab. Das reicht meist und das Essen wird gar.
Wollen wir mal den vollen Genuß, kommt der Römer ins Spiel. Aber das kostet STrom.
Mixer und Pürierstab ist ein Muß. Toaster kommt selten zum Einsatz.
Unsere Küche ist weiß - ich liebe diese Farbe. Es sieht immer sauber aus und läßt viele Gestaltungsmöglichkeiten.
Wir haben einen Eßtisch darin. Die Küche ist so gestaltet, das man darin Gäste empfangen kann und sie gemütlich nach Jahreszeit gestalten kann.
Im Winter habe ich Gardinen an der Fensterfront. Im Sommer nicht, damit sie größer und luftiger erscheint. Außerdem habe ich dann freien Blick auf dem Balkon, welcher im Sommer sowieso, wenn wir zu Hause sind, das zweite Wohnzimmer ist. Die Tür wird im Sommer nie geschlossen.
Die Fließen auf den Boden sind auch weiß. Die Wände sind sonnenblumen- und maisgelb gehalten.

Zu Weihnachten und Ostern wird die Küche geschmückt. Schwerpunkt ist dann die Fensterfront.
Von früh bis zum frühen Nachmittag ist sie lichtdurchflutet und wir brauchen im Sommer öfter mal einen Sonnenschutz.

Waschmaschine und Trockner steht im Gemeinschaftsraum. Damit wird verhindert, das die Mietparteien in der Wohnung ihre Wäsche trocknen oder ihre Balkone zustellen müssen.
Spülmaschine besitze ich nicht. Auch der Herd ist einfach und auf Elektrobasis.

Gekocht wird jeden Tag zu Abend. Die Wochenenden koche ich vor, damit wir in der gemeinsamen Freizeit ungebunden sind. Meist gibt es dann einfache Sachen wie Eintöpfe.
Mein Kochplan gestalte ich nach Wetterlage. Schönes Wetter, einfache Küche, schlechtes Wetter ist Zeit für besondere Rezepte.

Tja, so siehts bei uns aus. :)
...und das Essen wir auch immer teurer, selbst auf dem Billigsektor. :(

Meine nächste Küche sollte die selbe Größe besitzen und die Küchenmöbel bzw. Herd und Backofen erhöht sein. Ebenso der Kühlschrank, bzw. eine Kombination. Und der Backofen sollte zwei bis drei etagig ausziehbar sein. Spülmaschine würde ich auch begrüßen, weil damit das Geschirr mehr glänzt.

Apropo Geschirr, das "Gute" samt die "guten" Gläser, die stehen in der Vitrine im Wohnzimmer. Wie zu Omas Zeiten. :)

Essen am Rechner ist tabu. Auch im Wohnzimmer versuche ich es zu vermeiden, es sei denn mein Mann kommt seeehr spät von der Arbeit.
An den freien Wochenenden gibt es bei uns keine festen Essenszeiten, denn die Freizeitbeschäftigung geht vor. Und dann nehmen wir oft was im Rucksack mit. Es gibt nichts schöneres, als heiße Getränke auszupacken, auf einem STein am Meer zu sitzen und Kuchen zu essen. Oder halt anderswo, wo es schön ist.
„Die Wahrheit bedarf nicht viele Worte, die Lüge kann nie genug haben.“

Nietzsche

Lynagh

Meister

  • »Lynagh« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 011

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2007

Wohnort: Holland

Danksagungen: 5

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 15. Februar 2012, 19:58

Tarja auch meine Küche ist weiß weil es so sauber aussieht - und außerdem weiß muss man putzen also ist es immer sauber. Was mir leid tut ist dass in meine Küche kein Tisch passt, das macht die Küche immer so gemütlich.
Ja Speisekammer :) :) die vermisse ich auch aber gegenwärtig wie du schon bemerkt hattest sind sie nicht üblich. Wenn ich an die Speisekammer meiner Großmutter denke, oh dort konnte ich Stunden verbringen und stöbern (heimlich sie hatte es nicht gerne). Reihen Eingemachtes, Jams, Pilze im Essig (da habe ich immer ein Glas heimlich geöffnet und naschte davon), Regale mit allen möglichen Sorten Mehl, Zucker, Kräuter, Obst, Gemüse - getrocknete Schinken, geräuchertes Fleisch, Fleisch im Schmalz und - oh Gott ich weiß nicht was alles. Ihre Speisekammer schien mir immer ein geheimnisvoller Raum voll von leckeren Dingen! Wo sind die Zeiten, alles schon lange verschwunden, wie schade.

Eigentlich sollten wir eine Rubrik mit Rezepten haben, da kann ich sicher was lernen weil deutsche Frauen haben den Ruf ausgezeichnete Köchinnen zu sein. Als ich in Deutschland war habe ich was auf geschnappt: Kinderrouladen, Krautwickel - so nannte es meine sächsische Schwägerin, was ich aber gar nicht mochte aber was meines Gatten Lieblingsessen war: Sauerbraten und Schlachtessen (oh Gräuel!). Mein Lieblingsessen ist Wiener Schnitzel und das mache ich exzellent, Garnierung angepasst - potato mash (das ist kein Kartoffelpüree aber gut zerdrückte gekochte Kartoffel und dann gebraten) und dazu Pfirsiche. Die Kombination schmeckt ausgezeichnet. Ups jetzt fiel ich ganz ins Thema "Essen" also Schluss damit :D von von dem schreiben übers Essen muss ich jetzt etwas naschen was bedeutet extra Fitness nächste Woche....
***NEC ASPERA TERRENT***


Nil admirari prope res est una, solaque quae possit facere et servare beatum
= sich über Nichts zu wundern ist wohl das Einzige, was einen glücklich machen kann und bleiben läßt
(Horatius)

Thema bewerten