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Lynagh

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Mittwoch, 15. Juli 2009, 15:09

Midgard - Kap II : Die Schwesternschaft der jungen weisen Frauen

Als Yggra Gersdottir von dem Thing nach Hause kam, warteten schon in der Großen Halle ihre Freundinnen und Clanschwestern auf sie. Da saß die Alft, anmutig wie ein Schwan, in einer Fensternische standen die Zwillinge Otta und Polla und unterhielten sich leise mit der bildschönen Fögur. Röskva, die immer fleißige wie ihr Name schon sagt, sorgte für die Erfrischungen und Skvetta, das ausgelassene Mädchen, spielte ein Zupfinstrument und sang ein süßes Liebeslied. Nur die junge Bjösa fehlte. Die jüngste der weisen Schwesternschaft in Exil-Midgard war erst 10 Jahre alt und nicht völlig ausgebildet. Bjösa war der Liebling der übrigen sieben und sie riefen sie auch immer mit dem Kosenamen Bibi.

Als Yggdra die Halle betrat, verstummten alle Gespräche und der Gesang, denn sie alle waren neugierig was im Thing besprochen wurde. Nun die Neuigkeiten stimmten niemand fröhlich. Es schien als ob die Welt dort draußen müde war und die Menschen die sie bewohnten ohne Kraft und Lebensfreude. „Es kann sein, daß der erste Eindruck täuscht“, sagte Yggdra. „Die Krieger des Königs mussten schnell sein und nicht auffallen und jeder von uns weiß, daß die ersten Eindrücke ein falsches Bild geben können. Darum entschied sich der König, daß wir die Welt erkunden müssen bevor wir wissen was wir weiter tun sollen. Der Rat des Königs wird andere Krieger in die Welt schicken und ich versprach unsere Unterstützung und Mitarbeit.“

Yggdras Worte gaben den Mädchen ein Stoff für neue aufgeregte Gespräche und interessante Ansichten. Jeder in Midgard war natürlich sehr neugierig wohin sie der Maelström der Zeit brachte und jeder wußte, daß es früher oder später nötig war mit der unbekannten Welt dort draußen ins reine zu kommen, denn was blieb schon anders übrig. Was Odin zuletzt als die ewige Weisheit erfuhr – Jeder Untergang ist der Anfang einer Wiedergeburt – gab ihnen allen neue Hoffnung und eröffnete neue Möglichkeiten. In einem neuen Universum, abgeschnitten von den 9 Welten der alten Schöpfung blieb einem auch nichts anderes übrig.

Nur sieben Schwestern-junge Magierinnen und die Lehrlinge Bibi befanden sich in dem Teil Midgards den die Storegga Katastrophe in den Maelström der Zeit hinausgeschlingert hatte:
Yggdra, Meisterin, der Magie,
Fögur die Schöne, Meisterin der Magie
Polla, Magistra (Junggeselle Magierin)
Otta, Magistra
Alft, Magierin
Röskva, Magierin Assistent
Skvetta, Magistra
Bibi (Bjösa), Lehrling

Alle sieben Schwestern mit abgeschlossener Lehrzeit und einem Magiegrad beherrschten die Gaben der Empathie, Illusion, tiefer Wahrnehmung, Hellsicht, Materietransformation und der Gedankenmanipulation. Das letzte war die hohe Kunst des Einpflanzen, Senden und Lesen der Gedanken und der Gebrauch war nur den Meistergraden vorbehalten.

© 2009 Lynagh
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= sich über Nichts zu wundern ist wohl das Einzige, was einen glücklich machen kann und bleiben läßt
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Mittwoch, 15. Juli 2009, 22:40

In den nächsten Tagen bereiteten sich alle jungen Magierinnen der Schwesternschaft auf den ersten Ausflug in die Menschenwelt, denn es war unentbehrlich viele Informationen zu sammeln. Je mehr sie von der Welt dort draußen wussten desto besser konnten sie sich darin behaupten. Aus den Berichten der Krieger des Königs wusste man schon, daß in der Welt da draußen die Habgier regierte die man Ökonomie nannte und eine neue Wissenschaft, Technologie, die eigentlich nichts anderes war, als ein ärmlicher Versuch mechanisch einige Naturgesetze zu zähmen. Maschinen und Motoren, Elektrizität, Nukleare Wissenschaft – die Schwestern zuckten nur ihre Schultern als sie darüber lasen. Die Macht der Wille und Magie waren diesen Menschen fremd und doch konnte eben diese Macht und die Magie das alles kreieren, womit diese Menschen Jahrhunderte lang mühsam beschäftigt waren. Wer brauchte schon eine Kutsche ohne Pferde, wenn man Materie transformieren konnte wenn man schon unbedingt schnell von einem Ort in einen anderen mußte. Wer eigentlich brauchte aber all die Eile und Hast ? Die Zeit war teuer, behaupteten die Menschen obwohl sie davon nicht mehr kaufen oder sogar die Zeit vermehren konnten. Sie schätzten die Zeit hoch aber achteten nie auf derer Inhalt, begriffen nicht das eine schöne Zeit machbar ist, wenn man sie nicht als Ware oder Mittel um teuere Produkte zu schaffen sieht und eine böse Zeit oft vermeidbar, wenn man nicht konstant in Eile und Hast handelt, Ein Pferd zu reiten ist schön und mehr natürlich und schenkt einem noch die Freude dazu. Zu großes Wissen in ungeeigneten Händen und in Personen, die sich nicht mal zu beherrschen wussten und keine strenge Disziplin hatten, war außerdem auch immer eine Gefahr und eine Falle für das Leben selbst. Die Schwestern bereiteten sich gut vor auf die ersten Kontakte und trotzdem lief dann alles miß.

Magistras Otta und Skvetta kriegten als ersten die Aufgabe neue Kleidung zu besorgen und den Umgang der Menschen zu erforschen. Lange wählte man den Ort wo dieses stattfinden sollte. Es sollte eine Stadt sein, jedoch nicht zu große Stadt und es sollte ein Land sein in dem die Menschen wenigstens etwas gemeinsam mit dem früheren Nordland hatten. Eine Stadt wurde schließlich Favorit. Bergen auf der norwegischen Küste. Das Zentrum der Stadt, das eigentliche Bergen, lag auf einer Halbinsel und die Gemeinde umfasste weiter auch viele Ortschaften die nicht ein städtisches Charakter hatten und tief in umliegen Tälern lagen. Otta und Skvetta trugen beide kurze Halsketten mit einem blauen Stein der noch aus dem alten Asgard stammte und voll Magie war und es waren eben diese Steine die es den Schwestern möglich machten sie beide auf jeden beliebigen Ort zu materialisieren. Im Gegenteil zu den schwarzen Magiern gebrauchten sie für das manchmal nötige schnelle Teletransport nicht die Kraft der düsteren Zauberformeln die oft zu gefährlich waren und ihre Magie aus der Lebenskraft anderer speisten. Und in jedem Fall, wie das alte Gesetz des Nordens uns lehrt, alles hat seinen Preis denn das Gleichgewicht der Kräfte eist es immer wieder. Die blauen Steine waren kostbar denn es waren die versteinerte Tränen der Asen Göttinen nach dem Ragnarök bevor sie selbst ihre Existenz aufgaben. Der Preis der Magie der blauen Steine war hoch, denn es war die Trauer und Schmerz der Asen Frauen.

Otta und Skvetta materialisierten in einer kleiner Ortschaft hoch auf einer Bergflanke. Sie wussten daß sie dort eine der von sich selbst fahrenden Kutschen, welche die Menschen eine Straßenbahn nannten, nehmen mussten. Sie sahen die Schienen dieser Kutschen in einen Tunnel führen denn hinter dem nächsten Berg lag die alte Stadt Bergen. Beide trugen sie lange Röcke und Jacken aus Wolle, die eigentlich gar nicht auffielen. Hier im Norden waren die Menschen noch ziemlich traditionsbewusst und liebten keine große Änderungen. Beide Mädchen waren auf die Straßenbahn sehr neugierig.

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3

Dienstag, 21. Juli 2009, 11:21

In der Halle der jungen Magierinnen herrschte ein reges Betrieb. Auf dem Boden lagen zwei große Bündel die Otta und Skvetta aus Bergen mitbrachten. Sie Schwestern redeten alle durcheinander denn als sie sie diese zwei von ihrem Ausflug in die Menschwelt zurückholten, waren die zwei Mädchen in einer verstörter Verfassung. Skvetta zerzaust mit gerissenen Kleidern, Otta sichtlich schockiert. „Wir müssen den zwei Zeit gönnen um sich zu erholen“, sagte Fögur. Otta und Skvetta verbrachten eine lange Zeit im Badezimmer in ihren Kammern.

Am Abend als das Feuer in der Halle fröhlich loderte saßen die Schwestern in tiefen bequemen Sesseln und hörten zu was Otta und Skvetta berichteten. „Da wir wenig Zeit hatten alles zusammen zu erledigen beschlossen wir und zu trennen“, fing Skvetta an. Skvetta, da ausgelassene Mädchen die immer schnell Kontakte knüpfte und Kinder mochte wollte ein Bildung Haus besuchen um herauszufinden was man in der Menschwelt so lernte.
„Nie wieder!“ rief sie. „Die Lehrhäuser der gegenwärtiger Menschen sind etwas was ich nicht mehr betreten möchte! Überall Horden dunkelhäutiger Balgen die nicht die Nachkommen der Menschen des Landes sind. Und frech! Die Häuser der Bildung selbst stellen nichts vor denn die Lehrer haben sogar vor ihren Lehrlingen Angst und gelernt wird eigentlich nichts, die Absolventen können nicht mal richtig schreiben und lesen und die Geschichte interessiert sie auch nicht. Wie ich schon sagte die meisten gehören nicht zu unserem Volk.“

„Auch ich war verzweifelt als wir durch die Stadt gingen“, sagte Otta. „Mir kommt es vor als ob jemand da versucht die nordischen Menschen auszurotten. In der restlichen Welt ist es wahrscheinlich noch schlechter wenn man schon im hohen Norden solche zustände antrifft.“„Wie kommt es, daß ihr so schmutzig und mit zerrissenen Kleidern angekommen seid?“, fragte die neugierige junge Bibi.„Nun – „ Skvetta zweifelte und suchte ihre Worte. „Es gab einige Schwierigkeiten in dem Lehrhaus,“ sagte sie schließlich. „Die zugewanderten Fremden können nicht ihre Triebe beherrschen, so jung sie auch sind“. „Die Ratten am Hafen haben sich plötzlich sehr vermehrt“, lachte Otta als sie die fragenden Blicke der anderen sah. Die Schwestern sprachen noch lange Zeit und es war sehr spät als jede im Bett lag.

Am nächsten Tag erstattete man dem König einen Bericht und zusammen mit den Kriegern des Königs beschloss man die Ordnung in der Menschenwelt herzustellen. Man musste die Menschenwelt gründlich erforschen denn auch dem König und seinem Rat, wie auch den Schwestern, war es deutlich, daß da irgendwelche destruktiven und bösen Kräfte im Spiel waren die auf die Dauer der Tod aller nordischen Völker bedeuteten.

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