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Lynagh

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Dienstag, 14. Juli 2009, 00:22

Midgard - Kap. I : Gramma und die Schnittlauch Frau

Gramma mit Grendel in den Armen materialisierte sich in einem großen Park. Es war nach Mitternacht und der Park wirkte ausgestorben. Sie schaute sich um, stellte Grendel auf den Gras und wandelte langsam einen breiten, von den Laternen erleuchteten Pfad in die Richtung wo sie eine Straße vermutete. Gramma war in einer guten Laune denn die Begegnung mit der Schnittlauchfrau die sie besuchen wollte konnte vielversprechend werden. Sie näherte sich der Straße als sie von hinten grob gepackt wurde und eine andere dunkle Person zerrte an ihrer Handtasche. „Geld her alte Schlampe“, flüsterte eine Stimme drohend in ihren Rücken. Gramma drehte sich um und sah einen dunklen Mann in einer Kapuzenjacke dem sie eine fette Ohrfeige verpasste währenddessen Grendel den anderen tief ins Bein biß. „Alte Schlampe?!“, kreischte Gramma und trat den Mann zwischen die Beine.

Ein Auto bremste auf der nahen Straße, angelockt durch all das Gekreische der dunklen Männer und Gramma und bald umkreisten einige Uniformierten Gramma und die zwei Räuber. „Nu“, dachte Gramma, „nicht übel. Noch immer gibt es Krieger die eine Dame beschützen.“ Groß war jedoch ihre Überraschung als sie die Uniformierten sagen hörte, daß eben diese Räuber ihre Menschenrechte haben und sie, Gramma, würde diskriminieren. Was sie damit meinten wußte Gramme nicht so genau aber wahrscheinlich irgendwelches Lob für ihr schnelles Handeln vermutlich. Grendel knurrte böse bei ihren Füssen was den Uniformierten nicht gerade sehr gefiel. Gramma spuckte eine kleine Flamme um Grendel zu beruhigen. „Sie kommen alle mit auf die Wache“, sagte einer der Uniformierten. Gramma sah ihn an, nun er war gar nicht übel. „Der Hund muß einen Korb tragen,“ sagte ein anderer. Gramma schüttelte den Kopf. Welches merkwürdige Verlangen, nun dem war schnell geholfen, sie schnippte mit ihren Fingern und Grendel hielt nun zwischen den Zähnen einen Korb. „Mit Blumen oder Gemüse?“ fragte Gramma noch. „Die Alte ist verrückt,“ sagte einer der Uniformierten. Das ließ sich Gramma jedoch sicher nicht gefallen. Sie zog ihren kleinen Reisezauberstab aus der Tasche und verwandelte die Uniformierten in drei Hasen die feige in ein Gebüsch hüpften. Die zwei Räuber wurden zwei hässliche Schnecken die sie mit ihrem Fuß zertrampelte. „So das hätten wir,“ sagte sie zu Grendel. „Irgendwie läuft es nicht wie ich es mir vorgestellt habe, aber komm, die Nacht ist lang, wir sehen uns die Stadt an und dann gehen wir Frau Schnittlauch besuchen.

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Nil admirari prope res est una, solaque quae possit facere et servare beatum
= sich über Nichts zu wundern ist wohl das Einzige, was einen glücklich machen kann und bleiben läßt
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Lynagh

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Dienstag, 14. Juli 2009, 12:13

Als die Sonne aufging eilte Gramma zu dem Haus wo die Schnittlauch Frau wohnen sollte. Da überall irgendwelche Wachen standen sprach sie die Worte der Wahn und betrat danach ungehindert das Anwesen. Frau Schnittlauch saß gerade beim Frühstück als Gramma mit Grendel das Zimmer betraten. Beide Frauen sahen sich an und obwohl Frau Schnittlauch erst erschrocken wirkte, drehten die Räder in ihrem Kopf ganz schnell und sie sah sofort Vorteile aufkommen. Auch Gramma, die das Innere der frühstückenden Frau durchschaute war zufrieden mit dem was sie dort sah. Frau Schnittlauch fasste sich schnell zusammen und bot Gramma und Grendel Platz und Frühstück.

Leider verlief das Gespräch nicht wie Gramma hoffte, denn diese Frau Schnittlauch war schlimm, eingebildet und es sah danach aus, daß sie ganz sicher Grammas Zauberkünste benötigte aber nichts dafür zurückgeben wollte. Das ganze Gespräch schien ein großes Missverständnis indem die Schnittlauchfrau Dinge verlangte für die sie den Preis nicht zahlen wollte und das konnte Gramma nicht zulassen.

„Ich verlange den Preis,“ sagte Gramma entschieden.

„Seelen des Tätervolkes biete ich,“ sagte Schnittlauchfrau doch sie zweifelte ob sie das rechte tat indem sie das sagte. Schlachtete sie dort eben nicht die Gans die goldene Eier legte?

Sie war ziemlich erleichtert als Gramma diesen Preis ablehnte. Schnittlauchfrau futterte inzwischen Grendel das ihr, wie es schien, sehr gefiel und das, ihrerseits, gefiel nicht der Gramma besonders. Es schien als ob diese Frau alles haben wollte und nichts gab.

Frau Schnittlauch sprach auch über Dinge die sie, Gramma, nicht ganz begriff. Irgendwelche Lager die Gramma nicht interessierten. Nur als sie Gold erwähnte hörte ihr Gramma zu. Aber es schien, daß auch das Gold nur in eine Richtung fließen sollte die Gramma nicht gefiel. Aber was ist Gold, nur eine Verlockung der Gierigen eigentlich. Die Frau war gut mit Feilschen, um alles und noch was, und das war ziemlich ermüdend und sie sprach und sprach und ließ sie, Gramma überhaupt nicht zu Wort zu kommen. Gramma musste sich beherrschen, denn am liebsten würde sie diese Frau würgen wollen. Die fette Frau Schnittlauch saß dort und redete und redete und da kam der Gramma eine verrückte Vorstellung im Kopf. Die Frau ähnelte einem kochenden Topf dessen Deckel durch den Dampf klimperte und klimperte....Nun sie musste schon ihr Ärger beherrschen und diese Vorstellung nahm sie unvorbereitet und Gramma fing an erst leise zu kichern bis sie laut lachte und nicht aufhören konnte. Der kochende Topf von einer Frau klimperte und klimperte und Gramma liefen die Tränen von dem wilden Lachen aus den Augen. So hatte sie schon lange nicht gelacht! In der Stille die dann plötzlich entstand, da Frau Schnittlauch einige Drohungen äußerte und gar nicht mehr so komisch wirkte nahm sich Gramma zusammen und ließ diese eingebildete und nur sich selbst liebende Frau ihre Macht spüren, indem sie ihre Nieren durch ein kleines Zauber quetschte, so daß der Frau Schnittlauch den Atem ausblieb. Auch Grendel spürte die Laune ihres Frauchen und biß der Frau mit Freude einen Finger ab den sie auch verschluckte. Die Frau fing an zu kreischen, rief ihre Leibwächter, aber damit hatte Gramma schon gerechnet und Frau Schnittlauch konnte sehen wie sich ihr Besuch in der Luft auflöste. Als die Wachen das Zimmer betraten, bot sich ihnen ein albernes und den gesunden Verstand störendes beunruhigende Bild dar. Frau Schnittlauch kreischte wie am Spieß, hielt ihre Hand wo ein Finger abgebissen war hoch in der Luft und redete von einer Zauberin. Die Männer wechselten einen Blick, anscheinend war diese Frau verrückt geworden.

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Mittwoch, 15. Juli 2009, 12:39

Als Gramma in Krummen Turm erschien musste sie ein Gläschen Schnaps zu sich nehmen um sich zu beruhigen.
„Was war denn los?“, fragte ihre Schwester. Aber Gramma antwortete nur mit einem Fluch und auch das Monster Grendel zischte unzufrieden.
"Sorge für ein Zusammentreffen heute Abend“, murmelte Gramma und verließ das Gemach. Bristla war sicher neugierig, aber sie kannte ihre Schwester gut genug und fragte weiter lieber nichts.

Am Abend als andere Magier und Hexen des Covens der Schwarzen Seite zusammen kamen, berichtete ausgeruhte Gramma von ihrem Ausflug. Alle Versammelten dachten daran ob sie vielleicht ihre Trümpfe verspielten, indem sie Frau Schnittlauch gewisse Pläne enthüllten. Der Magier Holham pfiff schrill und eine schwarze Fledermaus erschien. Es vergingen nur Augenblicke und da erschien die Fledermaus wieder und trug in ihrem Maul etwas was wie ein Bündel dünner Pergamente schien. „Das nennen die dort draußen Zeitungen“, sagte Holham der schon inzwischen einige magische Nachforschungen der täglichen Gegenstände der neuen Welt erforschte. „Ereignisse in der Welt werden dort aufgeschrieben, aber auch gute Lügen und diese Blätter,“ er wedelte mit dem Foliant in der Luft, „ sind auch ein Instrument der Manipulation. Also lacht nicht, wer weiß wozu es noch brauchbar ist.“
Er öffnete die Blätter und rief dann lachend: „Keine Sorge, die Bewohner der Menschenwelt sind merkwürdige Geschöpfe und sehr dumm!“Dann las er ihnen vor was diese Zeitung berichtete:

*Anschlag und Terrorismus!*
Eine Nazifrau drang in die Wohnung der Frau Schnittlauch und schoss sie in den Finger. Frau S wird in einem privaten Sanatorium behandelt und die Polizei stellt Nachforschungen in den rechten Kreisen...

„Was?!“ rief Gramma empört. „Ich bin doch eine Zauberin und keine Nazifrau. Was ist eigentlich eine Nazifrau? Nun was das andere betrifft, Terror bedeutet doch Schrecken meine ich, ja den möchte ich gerne verbreiten. Es ist schließlich mein Beruf und Steckenpferdchen – und die lügen, in der Tat, denn ich habe nirgendwo magische Kreise aufgemalt. Bin doch keine Anfängerin!"
Leider konnte niemand ihr mit einer Erklärung dienen, denn die neue Welt war wie es schien, voll merkwürdiger Ausdrücke die sie sicher noch erforschen und lernen mussten. Die Menschen verhielten sich nicht so wie man es von ihnen erwartete. „Wie es scheint, haben wir es mit etwas zu tun was im Hintergrund wirkt“ ließ sich Holham hören. „Vieles ist noch unverständlich und vieles eigentlich auch sehr komisch und verwirrend, aber nicht bedrohlich wie es mir so vorkommt.“

„Verwirrend ist es sicher“, sagte Gramma und erzählte über ihre Abenteuer in dem Park in dem sie sich materialisierte. „Jemand wollte meine Tasche stehlen!“ rief sie empört, denn so was hatte sie noch nie erlebt. In Midgard würde es kaum jemand wagen. Jedoch es zeigte, daß die neue Welt voll verdorbenen Charaktere war die man gut gebrauchen konnte. Was sich aber deutlich auch zeigte war, daß es dort auch jemand oder mehrere gab welche die Alleinherrschaft in dieser Welt nachstrebten und eine Neue Ordnung schaffen wollten die den Hexern und Hexen im Krummen Turm nicht gerade gefiel denn sie, der Coven der Schwarzen Seite, sie alle die die Künste der schwarzen Magie beherrschten und dadurch schon große Macht besaßen, sie wollten sicher mit keinem teilen.

„Tja wir müssen uns in der neuen Welt irgendwie eingliedern,“ sagte Alur aus dem Knochenturm. „Wie es scheint sind die Menschen dort draußen aber auch irgendwie geistlich mutiert.“
"Das sind sie sicher mein Lieber“, rief Gramma. „Sie verlangten das mein armes Grendelchen einen Korb trägt! – Sogar einen leeren Korb!“

Die Magier schüttelten lächelnd die Köpfe als sie so etwas unsinniges hörten und Holham überlegte ob ein leeres Korb nicht irgendwelchen Bannzauber darstellte, aber in keinem seiner Bücher und Folianten war so was zu finden oder je angedeutet. Gramma, die einzige welche bisher die Menschenwelt in Person besuchte, nahm das Wort: und berichtete ihre ersten Eindrücke:
„Überall hängen Bilder von nackten Frauen“, sagte sie empört, „und die lebenden Frauen gehen sehr dürftig gekleidet. Sie zeigen den Nabel, die Brüste und sogar ihre hinteren Teile!“ Die Hexer schmunzelten die Hexen waren überrascht und irgendwie geschockt.
"Hier,“ sagte Gramma siegreich und zog aus ihrer Taschen einige Kleidungsstücke.
„Hast du ungeziemte Unterwäsche gekauft?.“ fragte Bristla unsicher als Gramma die Kleidungstücke wie eine Ausstellung ausbreitete.
„Nein so gehen sie gekleidet“, rief Gramma. Viele älteren Hexen erröteten sogar und die Männer schauten sich die Kleidungsstücke interessiert an, denn nicht mal eine Liebessklavin hätte den Mut so angezogen öffentlich zu erscheinen.
„Kann ich es anprobieren?", fragte Bristla die Kleidung liebte an ihre ältere Schwester.
„Absolut nicht!“, rief diese. „Sicher nicht in der Öffentlichkeit!“

Alle Mitglieder des Hexen Covens fühlten sich irgendwie unsicher als sie die Kleidungsstücke betrachteten und an die Welt dort draußen dachten, wo Haustiere leere Körbe tragen müssten und Frauen fast Nichts, wo Räuber nicht mal eine Hexe respektierten und bewaffnete Krieger nicht einer Dame beistanden und irgendwelche Menschenrechte den Dieben einräumten. Auch Frau Schnittlauch erwies sich nicht als eine Verbündete denn sie war offensichtlich verrückt.
„Es wird schwierig aber es ist nicht unmöglich,“ sagte Hamskarpur, der Zauberer mit der Rauhen Haut. „Bevor wir die geheime Gruppe oder Coven anfallen, müssen wir ganz sicher mehr von der Gesellschaft der Menschenwelt erfahren. Das ist unbedingt notwendig“.
Mit diesen Worten und einem Trunk endete der Abend denn alle hatten einiges um darüber nachzudenken.

Im Krummen Turm herrschte wieder Ruhe.
Gramma lag in ihrem Bett, Grendel neben sich auf einem Spitzenkissen, naschte Süßes und las in einem dicken Foliant. Plötzlich kam ihr eine Idee. Sie stand auf, packte in ihre Handtasche einige Daumenschrauben, einen spitzen Dolch und Zungenklemmen. Sie blies dann die Kerze aus und mit einem dünnen Lächeln auf den Lippen schlief sie zufrieden ein.
Bristla probierte vor ihrem Spiegel die Kleidungsstücke der Menschenwelt die sie heimlich in ihr Schlafzimmer mitnahm und wußte sofort, daß sie nie den Mut haben würde so etwas öffentlich zu tragen. Sie legte sich ins Bett, schlief auch sofort ein und träumte von einem sturen Helden der sie küssen wollte.

© 2009 Lynagh
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