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Lynagh

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  • »Lynagh« ist der Autor dieses Themas

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Freitag, 13. März 2009, 18:26

Zivilisation schmilzt wie Schnee in der Sonne

Ja, ich habe wieder eben die Zeitungen durchgelesen und wie immer schreie ich in die Welt. Nicht nur die letzte Schiesserei in der Schule bei Stuttgart auch der Kontingent der Leichen des Tages, neue Morde, alte Morde, Leichen von getöteten alten Menschen die überfallen / getötet in ihren Wohnungen und vergessen wurden, tägliche Raubüberfälle, und das nicht nur Individuen sondern Geschäfte und Betriebe am helllichten Tag. Überall Lügen, Betrügerei, Grobheit und Korruption. Nichts läuft wie es laufen soll, nichts ist sicher was als gesichert galt. Die ganze Struktur der europäischen Gesellschaft fällt auseinander. Nicht nur das, auch der dünne Anstricht der Zivilisation schmilzt wie Schnee in der Sonne.

Nun, die menschliche Zivilisation war immerhin schon ein dünner Anstrich denn wenn es z.B. zu kriegerischen Handlungen kam, konnte man die wahre Natur des Homo Sapiens sehen. Um sich davor zu schützen, hat diese intelligente Specie eben die „Kultur und Zivilisation“ kreiert. Eigentlich Regeln des Umgangs die uns vor uns selbst und unseren Mitmenschen schützen sollen. Da Zivilisation eigentlich nicht ein natürliches Gegeben ist, fragt es auch gewisse Anstrengung von jedem von uns und sicher die Beherrschung der dunklen Triebe die uns eigen sind. Diese zu verleugnen kann man nicht, diese muß man zügeln. Die Kreativität und Tatendrang der menschlichen Rasse ist sehr stark. Man kann diese Eigenschaften wervoll nützen aber auch sehr destruktief. Die Kultur und Zivilisation lernte uns wie man unsere Talente und natürliche Gaben wertvoll nützen kann, aber da muß man sich auch anstrengen, lernen und sich beherrschen zu wissen. Die andere Seite der Triebe ist, sich gehen zu lassen und das passiert leider in dieser Zeit viel zu oft. Wo ist der Fehler, was ist eigentlich passiert, daß dieses delikate geistliche Gebäude so abbröckelt?

Nicht für nichts spricht man, wenn man es über Kultur und Zivilisation hat, über Kulturkreise. Die Zivilisation ist nicht überall gleich, nicht selbstverständlich, nicht mondial das selbe. Eben weil es keine Gabe der Natur ist, sondern das Ergebnis der Erziehung, des Zusammenlebens, der Regeln und des Umgangs jedes desbetreffenden Kulturkreises ist. Und ja, eben darum ist es so wichtig, daß diese Gebiete/Kreise/Gesellschaften homogen sind und bleiben, denn nur Menschen der gleichen Mentalität können miteinander leben und auskommen und eben diese Regeln die sie selbst in Jahrhunderten geschaffen hatten wirklich zu respektieren. Jede Störung verursacht eben einen retrograden Schritt. Nehmen wir ein Beispiel eines Mordes. Vor 50 Jahren würden Menschen schokiert, denn es gab höchstens ein paar von solchen Fällen im Jahr, und der Täter wurde dementsprechend behandelt. Gegenwärtig ist ein Mord ein tägliches Gegeben. Piraterei oder Räuberei war etwas, was man aus der Gechichte kannte und eher mit dem Mittelalter in Verband brachte, mit der Zeit als sich die Kultur Europas bildete....

Warum ich dieses schreibe. Natürlich weil mir diese Welt nicht mehr gefällt und auch, weil ich mich wundere wie lax und gleichgültig wir alle geworden sind. Ein Einzelner kann die Welt nicht ändern, darum entstanden Verbände, Sippen, Völker die eben imstande waren ihre Umgebung zu gestalten. Wir lassen uns das alles aber wegnehmen und niemand protestiert. Ja, es ist leichter sich gehen zu lassen, aber wozu das führt sehen wir täglich an unserer Umgebung und ich glaube, niemand kann zufrieden sein mit dem was man so sieht. Denkt bitte alle daran, neuer Anfang ist sehr schwer, denn was jetzt langsam zerstört wird, ist eine Entwicklung der Jahrhunderte und dadurch wird auch jeder neue Anfang eben auch Jahrhunderte brauchen bis wir soweit sind wie wir schon mal waren und da ein Mensch nicht von der Geschichte lernt, wird er auch wieder all das Unangenehme erleben müssen was wir in der Vergangeheit mal schon gemeistert hatten.
***NEC ASPERA TERRENT***


Nil admirari prope res est una, solaque quae possit facere et servare beatum
= sich über Nichts zu wundern ist wohl das Einzige, was einen glücklich machen kann und bleiben läßt
(Horatius)

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