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Tarja

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Dienstag, 10. Februar 2009, 12:26

Gesang der Germanen?

Das was ich heute vorstellen möchte, bedarf einer kleinen Erklärung meinerseits, warum ich diese zu Teil für den einen oder anderen gewöhnungsbedürftigen Klang der Gesänge, einer Erläuterung, warum ich darüber so fasziniert bin.

Vor einigen Jahren unternahm eine englische Sängerin eine größere Reise unter anderen durch Sibirien bis nach Arabien. Sie wollte die ethnischen Spuren ihrer keltischen Vorfahren verfolgen, die im Gesang und in Symbolen eine breite Spur durch ganz Europa bis in den vorderen Orient legten. Und sie wurde fündig. Ich nenne ihr Unterfangen eine "ethnische Musikreise". Da ich selbst einmal mit Musik und Tanz zutun hatte, begegnete ich einmal einer Tänzerin, "Helene ERiksen" die ebenfalls sich mit ethnischen Tänzen beschäftigte. Und so fing ich an, darüber nachzudenken, warum wohl so gar nichts über unsere alten ethnischen Gesänge und Tänze übrig geblieben sind. Also forschte ich mit meinen bescheidenen Mitteln selbst einmal nach und wurde fündig. Jedoch möchte ich gleich dazu anmerken, nichts ist wissenschaftlich bewiesen, und ich bin keine Wissenschaftlerin. Vielleicht ist manches weit her geholt, vielleicht aber auch nicht.

Ich hörte von Runengesängen, die wohl angeblich in Overtontechnik (Kehlkopfgesang) gesungen würde, ich hörte mir die Jodler ein wenig näher an, ich hörte mir die Mongolen an, ich hörte indianische Gesänge, ich hörte mir die alten Gesänge der Norweger und Schweden an und schließlich die samischen Joikgesänge. Und ich entdeckte erstaunliche Parallelen. Danach befasste ich mich mit unserer Herkunft, den Germanen, die aus einer riesigen indogermanisch-sprachigen Volksgruppe sich heraus gelöst hatten und Richtung Europa zogen. Und dann fing ich ganz für mich zu rekonstruieren, wie wohl die Gesänge und Tänze ausgesehen haben könnten. Viele verband ich damit, auch die Glaubensvorstellungen, die Runenzeichen, und alles was die Überlieferungen so hergaben. Da ich aber keine Wissenschaftlerin bin, jedoch fähig bin eins und eins zusammen zu zählen, bildete ich mir eine Meinung, die ich jedoch bei mir behielt, wohl aus der Scheu nicht belächelt zu werden. Tja, und siehe da, die Tage entdeckte ich eine neue Musikgruppe, die wohl den selben gedanklichen Weg wie ich gegangen sein muß und vermutlich bei ihren Nachforschungen auf ähnliche Ergebnisse gestoßen sein muß, denn sonst wäre nicht so was hier dabei heraus gekommen.

Auf der einen Seite freut es mich, das es Menschen gibt, die auch diese Wege beschritten - aber es sind eben richtige Musiker mit Bekanntheitsgrad, auf der anderen Seite bin ich traurig, dass ich hier und da mitleidig belächelt wurde, nur weil ich eben diesen Bekanntheitsgrad nicht besitze. Aber nun hört einmal rein in die großartigen Gesänge, auch wenn sie für den einen am Anfang vielleicht etwas langatmig erscheinen, aber die Leckerstückchen entwickeln sich bekanntlich dem Ende zu. :D Also hört selbst hinein: http://www.youtube.com/watch?v=7HMl81zRp4E

Ygdrasil - der große Weltenbaum aus der germanischen Mythologie in dessen Mitte sich unsere Menschenwelt - Midgard - Menschenheim - befindet.
http://www.youtube.com/watch?v=lM6KFCWJ5p0

http://www.youtube.com/watch?v=7_rDk7QTQRc

Ein Lied welches sich mit Thursen - dem mythischen Riesengeschlecht beschäftigt. Es klingt bedrohlich, so wie es die Eigenschaften der Riesen in den Glaubensvorstellungen unserer Vorfahren war. Die Thursen waren sinnbildlich die lebenfeindlichen hochen Berge, die die Nähe der Menschen nicht mochten. So grollen sie heute noch, wenn sich ihnen einen Mensch zu sehr nähert, sie schicken Steinlawinen, Schneelawinen, spucken Feuer oder schicken ihren kalten Atem in die Täler, und verderben die junge Frühjahrsaat.
[url]
http://www.youtube.com/watch?v=kNMGZzbg39k[/url]

http://www.youtube.com/watch?v=bn1ct1xomoY

ein wunderbares Beispiel, wie man sich Runengesänge vorstellen könnte, vermutlich wurden sie tatsächlich so zelebriert. Hagal - Hagalaz - die Rune des Stillstandes, des Eises. Diese Rune hat das Bild eines Eiskristalls.

http://www.youtube.com/watch?v=BHcmn9Vp0go

Bjarka - die Birke - der Baum der Hoffnung. Warum? Nun er ist einer der ersten Bäume, die ihr zartes Grün im Frühling zeigen, er spendet einen gesunden Trank wenn man ihn anzapft und er ist letztendlich der Baum, der nach einen Brand als erstes wider sprießt und schnell in die Höhe schießt. Eben ein Baum der Hoffnung. Ihm ist auch die Rune Berkana gewidmet - eine weibliche Rune.
„Die Wahrheit bedarf nicht viele Worte, die Lüge kann nie genug haben.“

Nietzsche

Njörd

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Montag, 16. Februar 2009, 17:19

Hier nun meine Vorstellung germanischer Gesänge:

http://www.youtube.com/watch?v=0I1geB7U5VI

M.k.G.

Njörd

Tarja

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Montag, 16. Februar 2009, 18:17

Ja, auch eine der hörenswerten Gesänge. Ich finde nur immer schade, daß man nicht verstehen kann, was sie singen, da der Inhalt unter Garantie von den alten germanischen Mythen handeln. Oder auch von einem schottischen Söldner, wie ich soeben irgendwo las. ?(
„Die Wahrheit bedarf nicht viele Worte, die Lüge kann nie genug haben.“

Nietzsche

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