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Njörd

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Montag, 3. November 2008, 09:03

Verstopfung

Als Auftakt zu diesem Themenbereich möchte ich Eugen Roth aus der "Wunderdoktor" zitieren:
"Man kann mit ethischen Entschlüssen zum Dürfen wandeln das Müssen. Nur die Verstopfung schafft Verdruß: man darf: - was hilfts, wenn man nicht muß ?"

Verstopfung war schon immer ein bekanntes Problem. Um 1600 v.Chr. war eine ägyptische Gottheit allein für den regelmäßigen Stuhlgang verantwortlich: später hatten königliche Hofärzte die Ehre, sich "Hüter des königlichen Stuhlganges" nennen zu dürfen ! "Haben Sie heute schon gut verdaut ?" war in asiatischen Ländern eine gängige Frage, und der deutsche Dichter Karl Gützow (1811 - 1878.) läßt in seinem Roman seinen Helden sagen: "Verdauen Sie gut, meine Herren, sie haben das einzige Glück, das die Erde gewähren kann."
Alles was der Körper aufnimmt, muß ihn in irgendeiner Form wieder verlassen, über die Niere, als Schweiß, Energie oder eben als gut ausgewerteter Verdauungsbrei. Eine Verstopfung ist eine Funktionsstörung des Dickdarms, die häufig vorkommt: Bis zu 50% der erwachsenen Bundesbürger leiden gelegentlich darunter und immer mehr Kinder sind davon betroffen. Man ist nicht richtig krank, leidet aber unter erheblichen Befindlichkeitsstörungen.

Ursachen sind zumeist ballaststoffarme Kost, unzureichende Trinkmenge und Bewegungsmangel. Eine akute Verstopfung, die häufig bei Reisen, im Verlauf von Erkrankungen, Aufregungen oder Ernährungsänderungen vorkommt, ist unbedenklich und nicht unbedingt behandlungsbedürftig.
Das "beste Abführmittel" bei gelegentlichen Verstopfungen ist neben ballaststoffreicher Ernährung, ausreichender Bewegung und Trinkmenge ein Cholagogum (gallenblasenstimulierende Substanz) (Löwenzahn, Erdrauch, Galgant) bzw. gallenanregende Bitterstoffpflanzen (Gelber Enzian, Wermut, Tausendgüldenkraut). Auch durch sekretfördernde Gewürze (Anis, Fenchel, Kümmel oder Koriander) und Scharfstoffdrogen (Ingwer, Galgant) wird die Darmbewegung angeregt.
Eigene Erfahrungen: Gerade Wermut eignet sich hervorragend die Darmtätigkeit zu stimulieren.

Bei länger anhaltenden Beschwerden ist ein Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren !

Quelle:
Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde, von Ursel Bühring (Sonntag Verlag - Stuttgart - ISBN-10: 3830490976; ISBN-13: 978-3830490975)

M.k.G.

Njörd

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Njörd« (3. November 2008, 09:09)


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