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Samstag, 13. Juni 2009, 17:50

Kalenderblatt vom 13. Juni


1809:
*Heinrich Hoffmann, in Frankfurt am Main - deutscher Schriftsteller, Psychiater, Lyriker und Verfasser des Struwwelpeters

1886:
Ludwig II.
"Märchenkönig", im Würmsee (dem heutigen Starnberger See, bei Schloss Berg) - König von Bayern

1878:
Auf dem Berliner Kongress (bis 13. Juli), unter Leitung von Otto von Bismarck, sind die Vertreter der europäischen Großmächte Deutschland, Österreich-Ungarn, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland sowie des Osmanischen Reiches zusammengekommen, um eine neue Friedensordnung für Südosteuropa auszuhandeln.

1900:
Dem deutschen Vizeadmiral und Staatssekretär Alfred Tirpitz wird von Wilhelm II., nach der Bewilligung der von ihm initiierten Flottenvorlage durch den Deutschen Reichstag am Vortag, der erbliche Adelstitel verliehen.

1905:
Deutsche Schutztruppen schlagen während des Hottentottenkrieges eine Abteilung des Hottentotten-Führers Jakob Morenga am Karib Rivier, 80 km östlich der Großen Karrasberge.

1907:
Der Opel Test- und Werksrennfahrer Carl Jörns gewinnt den Kaiserpreis für den besten deutschen Wagen beim Taunus-Rennen. Nach der Siegesfeier erhebt Kaiser Wilhelm II. Opel in den Rang eines Hoflieferanten.

Die Artilleristen der "Scharnhorst" und der "Gneisenau" sind die Gewinner des alljährlichen Kaiserpreises für gute artilleristische Leistungen.

1908:
Kaiser Wilhelm II. bestätigt den Spruch des Ehrengerichts, der dem preußischen Major Bernhard Graf von Hohenau den Offizierstitel entzieht und ihn aus der Armee ausstößt. Während der Harden-Prozesse war er unter den Verdacht geraten, homosexuelle Beziehungen zu Untergebenen unterhalten zu haben. Wilhelm II. erläßt eine Kabinettsordre, die alle Generäle anweist, Soldaten die sich "homosexueller Verfehlungen" schuldig machen, streng zu bestrafen.

1910:
In Straßburg trifft Clemens Delbrück, Staatssekretär des Innern, zu Besprechungen über die Verfassung des deutschen Reichslands Elsaß-Lothringen ein.

1915:
Im Deutschen Reich beginnt die so genannte Kriegsbuchwoche, in der bis zum 19. Juni Bücher für die deutschen Truppen gesammelt werden sollen. Organisiert wurde die Büchersammlung vom "Gesamtausschuß zur Verteilung von Lesestoff im Felde und in den Lazaretten".

1916:
Die russ. Offensive kann bei Baranowitschi zum Stehen gebracht werden. Die militärische Lage an der Ostfront beginnt sich durch die Verlegung deutscher Truppen nach Wolhynien und Galizien zu stabilisieren.

1918:
Unter dem Namen Deutsche Werft AG, schließen sich die Gute Hoffnungshütte AG für Bergbau und Hüttenbetrieb in Oberhausen, die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft in Berlin und die Hamburg-Amerika-Linie, zum Bau einer großen Schiffswerft in Hamburg-Finkenwaerder zusammen.

1919:
Reichspräsident Ebert bezeichnet die Versailler "Friedensbedingungen" als völlige Negierung des 14-Punkte-Programms von US-Präsident Wilson in einem Aufruf an die amerikanische Regierung.

Das deutsch-schweizerische Ausfuhrabkommen wird ratifiziert. Die Schweiz erhält Kohlen, Eisen, Stahl und Kalisalz und liefert Nahrungsmittel ins Deutsche Reich.

1921:
Um 11:30 Uhr tritt LZ 121 "Nordstern" seine Überführungsfahrt als Reparationszahlung an Frankreich, nach Saint-Cyr-l'École bei Versailles an. An Bord sind neben der 11-köpfigen Mannschaft mindestens drei französische Offiziere. Rund 10.000 Menschen verabschieden den Zeppelin in Friedrichshafen.

1923:
Verfügung der Interalliierten Rheinlandkommission: Waren, die aus dem unbesetzten Deutschen Reich in das besetzte Gebiet transportiert werden, sind zollpflichtig.

1927:
Die Schleifung (Abtragen von Befestigungsanlagen) der 34 deutschen Ostfestungen ist gemaß den Beschlüssen der Interalliierten Militärkommission vollzogen worden.

1932:
Durch eine Verordnung von Reichsinnenminister Wilhelm Freiherr von Gayl, erhält die Reichsregierung täglich eine Stunde Sendezeit im Rundfunk.

1936:
Auf der Werft Blohm & Voß in Hamburg, läuft die "Horst Wessel", das zweite Segelschulschiff der deutschen Kriegsmarine, vom Stapel.

1939:
Aus der "Wachtruppe" wurde 1937 das "Wachregiment Berlin", fortan als "Infanterieregiment Großdeutschland" (GD) benannt. Das "GD" war ein Eliteverband und wurde ständig erweitert und schließlich am 12. März 1942 zur "Infanteriedivision Großdeutschland" und am 19.Mai 1943 zur "Panzer-Grenadier Division Großdeutschland".

Der brit. Botschafter Neville Meyrick Henderson, bietet im Auftrag seiner Regierung der Reichsregierung u.a. Gespräche über Rüstungsfragen sowie über die deutschen Kolonialforderungen an.

1940:
In Ankara wird ein deutsch-türkisches Handelsabkommen abgeschlossen.

Roosevelt stellt dem franz. Ministerpräsidenten Reynaud in einer Botschaft materielle Hilfe jeglicher Art in Aussicht, lehnt einen Kriegseintritt jedoch ab.

Die in Drontheim liegenden deutschen Kriegsschiffe werden von 15 brit. Skua-Sturzkampfbomer vom Träger "Ark Royal" angegriffen und erzielen auf die Scharnhorst mit einer 225-kg-Bombe, die nicht explodiert, einen Treffer. 8 Bomber werden abgeschossen.

Im Kampf wurde die Marne an vielen Stellen überschritten. In der Champagne haben unsere Divisionen Chalons sur Marne genommen und die Schlachtfelder von 1915 überschritten. Auch zwischen den Argonnen und der Maas gewann der Angriff Boden.

1941:
Massiver Bombenangriff auf Bielefeld, bei dem mehr als 2.000 Spreng- und Brandbomben vor allem über der Innenstadt abgeworfen wurden. Mindestens 27 Menschen kommen dabei ums Leben und eine unbekannte Anzahl wird verletzt. Außerdem gab es Schäden in Dornberg, Babenhausen, Vilsendorf und in Bethel.

Über 300 Maschinen des RAF-Bomber Command fliegen in einer zusammengefaßten Luftoperation Angriffe gegen die wichtigen Eisenbahnknotenpunkte Hamm, Schwerte, Osnabrück und Soest. Auf Grund der schlechten Sicht blieb der erhoffte Erfolg für die Bomber diesmal aus.

U 105 unter Kapitänleutnant Georg Schewe kehrt von einer Feindfahrt im Seegebiet vor Freetown, nach Versenkung von 12 Schiffen mit insgesamt 74.932 BRT zurück.

Der Schwere Kreuzer "Lützow" wird vor Lindesnes bei dem Versuch zur Handelskriegführung in den Atlantik durchzubrechen durch brit. Flugzeuge torpediert. Schwer beschädigt muß er nach Kiel zurücklaufen.

Im Handelskrieg gegen Großbritannien konnte die Luftwaffe erneut Erfolge erzielen.

Jäger schossen zwei britische Kampfflugzeuge bei dem Versuch nach Norwegen einzufliegen ab.

Die sowj. Nachrichtenagentur TASS dementiert die in den letzten Tagen zunehmenden Nachrichten über deutsche Truppenzusammenziehungen an der deutsch-sowjetischen Grenze.

1942:
Die deutschen U-Boote verlegen den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf Anordnung des Oberbefehlshabers der deutschen U-Boote, Großadmiral Karl Dönitz, von den amerik. Küsten wieder auf den Geleitzugverkehr im Nordatlantik.

U 157 unter Korvettenkapitän Wolf Henne wird vor Kuba durch den Kutter "Thetis" der Küstenwache mit Wasserbomben versenkt. Keine Überlebenden der 52 Mann Besatzung.

Der zur Zeit besonders wichtige Nachschubverkehr von Konstanza nach den Häfen des Schwarzen Meeres soll durch Einsatz von Flugzeugen zur Seeaufklärung und zur U-Bootjagd unterstützt werden. Ein entsprechender Befehl geht an den Oberst der Luftwaffe.

1943:
503 britische Bomber werfen 1507 Tonnen Bomben auf Bochum. 312 Menschen kommen dabei ums Leben. Schwerwiegende Schäden im Zentrum der Stadt.

Am frühen Morgen Einflug von 3 amerik. Feindverbänden, zusammen 250 viermotorige Flugzeuge, in den Raum Hamburg-Kiel-Bremen. Ein weiterer Angriff durch 150 Flugzeuge auf Kiel und 100 Flugzeuge auf Bremen. Abwurf von 500 Sprengbomben auf Bremen und 51 Sprengbomben auf Kiel. In Bremen wird die AG "Weser" beschädigt und der Hafen verwüstet. Große Schäden auf den Atlas-Werken. In Erdbunkern sterben 238 Menschen.

Zitat

(2) Auf dem Wege war heftiges Flakfeuer zu beobachten. Es sollen ca. 80 Flugzeuge eingeflogen sein, wovon 48 Kiel angriffen. Eine größere Anzahl Sprengbomben wurde abgeworfen, die hauptsächlich im Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf Häuser zerstörten oder beschädigten und ca. 400 Personen obdachlos machten. 28 Tote sind zu beklagen. In Raisdorf haben die feindlichen Flieger den dort haltenden Lübecker Zug angegriffen. Das kostete auch einige Tote und ca. 50 Verletzte. Dieser Fliegerangriff am Pfingstsonntagmorgen brachte viel Kummer und Sorgen in manche Familie.

(3) Am 1. Pfingsttag morgens halb zehn ging es wieder los. Damit hatte niemand gerechnet. Raisdorf bekam den ersten Segen. 2 Bomben, eine Wasserwerk, eine bei Langmaak Haus und Stall zerstört. Franz Betschka war gerade auf Urlaub hier, wurde am linken Bein schwer verletzt, war auf dem Weg nach Hause. 3 Bomben bei Ladehofs Teich. 3 in Wilhelms Garten, vollständig verwüstet. 1 Bombe neben der Bahn aufs Gleis, wie gerade der Zug hielt. Ein wahres Blutbild wurde unter den Fahrgästen angerichtet. Man sagt 7 Tote und über 50 Verletzte. Dann links und rechts vom Fernsichtweg auf den Koppeln große Trichter, auf dem Fernsicht, und Grundstück 4 Bomben, eine halb vom Haus, der Platz ist schwer mitgenommen. Und dann das Schwentinetal von einem bis zum anderen mit Trichtern übersät. Dort sollen 90 Bomben gefallen sein mit denen von Raisdorf sind es bestimmt 100. Die Werke haben sie treffen wollen, ging diesmal noch daneben. Das schöne Schwentinetal ist ganz verschandelt. Dann Dietrichsdorf, Wellingdorf, Laboe beworfen. 36 Tote standen in der Zeitung. http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm

In der Nacht zum 14. Juni insgesamt 20 Feindeinflüge. 10 Flugzeuge in den Raum Cuxhaven-Schwerin-Stettin-Frankfurt/Oder-Dresden-Hildesheim. 10 Flugzeuge in den Raum Wuppertal-Köln ohne Angriffe. Vernebelung von Hamburg, Rostock, Wismar und Stettin.

Bei dem brit. Angriff auf ein deutsches Geleit wird der deutsche Frachter "Stadt Emden" (5180 BRT) und das Vorpostenboot 1109 vor Den Helder durch Torpedo versenkt.

1944:
U 715 unter Kapitänleutnant Helmut Röttger wird nordöstlich der Färoer-Inseln von der Canso "T" des 126. Royal Canadian Air Force (RCAF)-Geschwaders versenkt. Von 52 Mann der Besatzung überleben 16 Mann.

Auf dem Weg von Le Havre nach Boulogne werden die deutschen Schnellboote der 2. S-Flottille S 178, S 189 und S 197 und das zur Hilfeleistung eingesetzte R 97 durch den brit. Luftangriff des 143. und 236. Royal Air Force (RAF) Geschwaders versenkt.

Bis Anfang Juli wurde heftig über Winston Churchill Vorschlag eines Giftgaskrieges als Vergeltung für den deutschen V-Waffen-Beschuß diskutiert. Nachdem die Amerikaner diesen Angriff als Vergeltung ablehnen, wollen die Briten dafür eine Stadt in "Schutt und Asche" legen, dem Erdboden gleich machen. Die ausgesuchte Vergeltungsstadt war Stuttgart, denn dort wurden auch V1-Teile produziert.

1945:
In der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erscheint die erste Parteizeitung, die "Deutsche Volkszeitung” als kommunistisches Organ.

In der Tschechoslowakei werden auf Anweisung der tschech. Regierung die deutschen Schulen des Landes geschlossen.

1947:
Die Annahme des "Marshallplans" führt in Österreich zu Tumulten und Demonstrationen.

Die kommunistischen Mitglieder der saarländischen Regierung erklären wegen der bevorstehenden Einführung der Saarmark ihren Rücktritt. Die wirtschaftliche Vereinigung mit Frankreich wird abgelehnt.

1948:
Ende des Volksbegehren "für eine unteilbare deutsche Republik" in der Sowjetische Besatzungszone (SBZ). Für eine Einheit Deutschlands stimmen 14,8 Millionen Wähler. Trotz Verbots durch die Westalliierten stimmen auch 1,5 Millionen Wähler in den Westzonen zu. Der eigentlich zuständige Alliierte Kontrollrat ist aufgrund des Ausscheidens der sowj. Besatzungsmacht nicht handlungsfähig, ein entsprechender Antrag des Deutschen Volksrates wird durch die Westalliierten ignoriert.

1950:
Die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als Staatsgrenze zwischen der DDR und Polen wird vom Deutschen Bundestag ablehnt.

Zitat

Die Oder-Neiße-Grenze darf nicht festgelegt werden, die Ostgebiete bleiben deutsch. Bis auf die Kommunisten stellten sich alle Fraktionen hinter diese Erklärung, die der SPD-Abgeordnete Paul Löbe vorlas: "Gemäß dem Potsdamer Abkommen ist das deutsche Gebiet östlich von Oder und Neiße als Teil der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands der Republik Polen nur zur einstweiligen Verwaltung übergeben worden. Das Gebiet bleibt ein Teil Deutschlands!" >>>

1984:
George Orwells Roman "1984" (1948) wird in den USA als Buch des Jahres ausgezeichnet.


Erstellt Freitag, 13. Juni 2008, 07:50 Uhr


"Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden, als wenn man ihr den Nationalcharakter, die Eigenheit ihres Geistes und ihrer Sprache raubt."
- J. G. Herder -

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