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Dienstag, 19. Mai 2009, 21:28

Kalenderblatt vom 19. Mai | Auszug Hans-Ulrich Rudel - Aus Krieg und Frieden, Tagebuchblätter 1945 und 1952


1515:
Georg von Sachsen veräußert Friesland für 200.000 rheinische Gulden an das Haus Habsburg

1547:
Wittenberger Kapitulation - Der sächsische Kurfürst Johann Friedrich I. verliert nach der verlorenen Schlacht bei Mühlberg Landbesitz und Kurwürde an die Albertiner der Wettinischen Dynastie. Sieger im Schmalkaldischen Krieg ist Kaiser Karl V..

1762:
* Johann Gottlieb Fichte
, in Rammenau bei Bischofswerda - deutscher Erzieher und Philosoph. Eine der bekanntesten Schriften sind die Reden an die deutsche Nation1808.

"Wir müssen von heute an unerschütterliche Grundsätze haben,
– eine feste Richtschnur im Denken und Handeln,
– Leben und Denken muß aus einem Gusse sein –
wir müssen, um es mit einem Wort zu sagen, uns Charakter anschaffen;
denn Charakter haben – und deutsch sein, muß gleichbedeutend sein!
"

1891:
* Oswald Boelcke
, in Giebichenstein - einer der erfolgreichsten deutschen Jagdflieger im Ersten Weltkrieg. Am 12.01.1916 erhielt er zusammen mit Max Immelmann für den 8. Abschuß den Pour le Mérite, den höchsten preußischen Orden für Tapferkeit gegenüber dem Feind. Außerdem war er Träger des Eisernen Kreuzes Erster und Zweiter Klasse. Am 10. August 1916 wurde die Jasta 2, eine Elitetruppe gegründet, der u.a. auch Manfred Freiherr von Richthofen und Erwin Böhme angehörten. Die von ihm entwickelten Luftkampfregeln, die Dicta Boelcke, haben heute noch ihre Gültigkeit.

1902:
In Berlin wird der Deutsche Tennisbund gegründet.

1915:
Im Unterhaus erklärt der Minister des Inneren, daß bei den deutschfeindlichen Ausschreitungen in England 257 Personen, darunter 107 Polizeibeamte verletzt und 866 Personen verhaftet wurden.

Über 400 Personen wurden den Polizeigerichten vorgeführt, die wegen der Plünderung deutscher Geschäfte verhaftet wurden. Nach Verwarnung sämtlich auf freien Fuß belassen, außer drei Verhaftete, die deutsche Personen durch Messerstiche schwer verletzt hatten und gegen die Haftstrafen von je acht Tagen verhängt wurden. Die Vollziehung der Haftstrafen ist vorläufig ausgesetzt.

Bericht aus dem Großen Hauptquartier
Bericht der deutschen Heeresleitung vom westlichen Kriegsschauplatz:
Nördlich von Ypern nahmen die Kämpfe auf dem östlichen Kanalufer einen für uns günstigen Verlauf. Südlich von Neuve Chapelle setzten die Engländer nach starkem Artilleriefeuer an einzelnen Stellen zu neuen Angriffen an. Sie wurden überall abgewiesen. Auf der Lorettohöhe nahmen wir einige feindliche Gräben und erbeuteten dabei zwei Maschinengewehre. Ein starker französischer Angriff gegen den Südteil von Neuville brach unter schwersten Verlusten für den Feind in unserem Feuer zusammen. Im Priesterwald versuchten die Franzosen um Mitternacht vorzubrechen, wurden aber durch unser Artilleriefeuer niedergehalten.

Bericht der deutschen Heeresleitung vom östlichen Kriegsschauplatz:
Auf der Linie Shagori-Frauenburg sind gestern stärkere feindliche Kräfte angetreten. Nördlich und südlich des Njemen dauern die Kämpfe weiter an.

Bericht der deutschen Heeresleitung vom südöstlichen Kriegsschauplatz:
Die Russen versuchten gestern das weitere Vorschreiten unserer über den San (nördlich Przemysl) vorgedrungenen Truppen durch Gegenangriff aufzuhalten. Alle diese Angriffe scheiterten unter schweren Verlusten für den Feind. Eine aus Hannoveranern und Oldenburgern bestehende Division hat in den letzten beiden Tagen bei den Kämpfen um den Sanübergang 7000 Gefangene gemacht sowie 4 Geschütze und 28 Maschinengewehre erbeutet. Zwischen Pilica und oberer Weichsel, sowie südöstlich Przemysl werden die Kämpfe fortgesetzt.

Luftkrieg:
Zeppelinangriff auf Calais – der Zeppelin hatte schon das Stadtgebiet von Calais umkreist und überquert, als um halb 1 Uhr morgens die Uferbatterien ihr Feuer eröffneten. Das Luftschiff hielt sich noch eine gute Weile über dem Hafen. Es wurde Materialschaden an mehreren Stadtvierteln angerichtet, auch eine Anzahl Personen ist verletzt worden.

Der König von Württemberg verleiht dem Kaiser Franz Josef und Erzherzog Friedrich das Großkreuz des Militärverdienstordens.

1916:
Mißbrauch der deutschen Flagge - Das "Achtuhrblatt" meldet aus Malmö, daß ein englisches Unterseeboot, welches die deutsche Flagge gehißt hatte, den Lübecker Dampfer "Trave" beschossen, torpediert und versenkt hat. Die Mannschaft konnte gerettet werden. Der Dampfer befand sich in der Höhe von Kullen innerhalb der schwedischen Territorialgewässer und verließ diese, als sich auf hoher See ein U-Boot zeigte, daß die deutsche Flagge setzte. Nach erfolgter Versenkung holte das U-Boot die deutsche Flagge wieder ein.

Bericht aus dem Großen Hauptquartier
Bericht der deutschen Heeresleitung vom westlichen Kriegsschauplatz:
Auf dem westlichen Maasufer wurden die französischen Gräben beiderseits der Straße Haucourt-Esnes bis in die Höhe der Südspitze des Camardwaldes genommen und 9 Offiziere und 120 Mann zu Gefangenen gemacht. Ein erneuter feindlicher Angriff gegen die Höhe 304 brach unter sehr erheblichen Verlusten für den Feind zusammen. Auf dem östlichen Maasufer steigerte sich zeitweise die gegenseitige Artillerietätigkeit zu großer Stärke. Die Fliegertätigkeit war auf beiden Seiten groß.

Oberleutnant Bölcke schoß das 16. feindliche Flugzeug südlich von Ripont ab. Bahnhof Luneville, Luftschiffhalle und Kasernen bei Epinal wurden mit Bomben belegt.

Bericht der deutschen Heeresleitung vom östlichen Kriegsschauplatz:
Nichts Neues.

Balkankriegsschauplatz:
Ein Flugzeuggeschwader griff die feindlichen Lager bei Kukus, Causica, Mihalova und Saloniki an.

Die Reichstagskommission verhandelte den Entwurf über die Feststellung der Kriegsschäden und beschloß dem Reich die volle Entschädigungspflicht obliegt. Die Bundesstaaten die festgestellten Schäden alsbald zu bezahlen haben und daß das Reich ihnen die erforderlichen Vorschüsse zu leisten hat.

1917:
Das chinesische Parlament hat den Regierungsantrag, betreffend die Kriegserklärung an Deutschland, an den Ausschuß zurückgewiesen.

Bericht aus dem Großen Hauptquartier
Bericht der deutschen Heeresleitung vom westlichen Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Zwischen der Küste und St. Quentin nahm die Artillerietätigkeit in mehreren Abschnitten zu und steigerte sich nachts zwischen Acheville und Gavrelle zu großer Heftigkeit. Ein unter dem Schutz dieses Feuers beiderseits der Straße Arras-Douai einsetzender englischer Angriff brach in unserem Abwehrfeuer zusammen. Ebenso erfolglos blieben feindliche Vorstöße östlich Monchy.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz:
An der Aisne- und Champagne-Front hält das lebhafte Feuer an. Bei Braye erreichten wir durch Fortnahme eines französischen Grabens eine weitere Verbesserung unserer Stellung. Am Winterberg wurde ein nächtlicher Vorstoß des Feindes in zähem Handgranatenkampf abgeschlagen.
Bei ungünstigem Wetter war die Fliegertätigkeit die letzten Tage gering. Gestern schossen wir zehn feindliche Flugzeuge ab.

Bericht der deutschen Heeresleitung vom östlichen Kriegsschauplatz: (Reichspost Wien)
Russisches Artillerie- und Minenfeuer zwischen Aa und Düna, westlich von Luck, beiderseits der Bahn Zloczow-Tarnopol und an der Narajowka wurde lebhaft von uns erwidert. An der mazedonischen Front hat der Feind nach den Mißerfolgen der letzten Tage seine Angriffe nicht wiederholt. Das Artilleriefeuer ist wieder schwächer geworden.

Bericht der deutschen Heeresleitung vom südöstlichen Kriegsschauplatz:
Nichts neues.

Mazedonische Front:
Der Feind hat nach den Mißerfolgen der letzten Tage seine Angriffe nicht wiederholt. Das Artilleriefeuer ist wieder schwächer geworden.

U-Bootbeute im April:
Nach endgültiger Feststellung sind im Monat April an Handelsschiffsraum insgesamt 1091000 Brutto-Registertonnen durch kriegerische Maßnahmen vernichtet worden. Darunter 822000 Brutto-Registertonnen feindlichen Schiffsraumes und von diesen 664000 Brutto-Registertonnen englisch. Hiervon wurden 80000 Brutto-Registertonnen von "U 35"-Kommandant Kapitänleutnant v. Arnault de la Perière, während einer Unternehmung versenkt. Seit Beginn des uneingeschränkten U-Boot-Krieges sind insgesamt 2772000 Brutto-Registertonnen Handelsschiffsraumes infolge kriegerischer Maßnahmen der Mittelmächte verlorengegangen, davon waren 1707000 Brutto-Registertonnen englisch.

1926:
Der neue deutsche Reichskanzler Wilhelm Marx äußert in seiner Regierungserklärung, daß er an der umstrittenen Flaggenverordnung festzuhalten gedenke.

Durch die Überschwemmung mit US-amerikanische Filmen wurde die Vergrängung des österreichischen Films befürchtet. Nun tritt in Österreich das Filmkontingentierungsgesetz in Kraft, welches die Einfuhrbeschränkung von ausländischen Filmproduktionen vorsieht.

1931:
Bei den Deutschen Werken in Kiel läuft das Panzerschiff "Deutschland" selbständig, auf Grund eines zu früh gelösten Ablaufblocks, vom Stapel. Reichspräsident Paul von Hindenburg war Taufpate und kommentierte dieses Kuriosum mit den Worten: "Ich glaube, der Kahn ist Abstinenzler". Im November 1939 wurde der Name in "Lützow" geändert, um die Propagandawirkung bei einer eventuellen Versenkung des Schiffes mit Namen "Deutschland" zu vermeiden.

1933:
Im "Reichsgesetz zum Schutz nationaler Symbole" wird das Horst-Wessel-Lied (erste Strophe) zum offiziellen Zusatz des Deutschlandliedes.

1935:
Das erste Teilstück der Reichsautobahn zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt wird eröffnet.

1938:
In Eger kam es erneut zu Gewalttaten gegen Deutsche. Eine deutsche Volksschullehrerin wurde in der Dunkelheit von zwei Tschechen überfallen, sie wurde gegen eine Hauswand geschleudert und erlitt dabei eine Rißquetschwunde am Kopf, eine –Gehirnerschütterung und einen Nervenschock.

Der Vorsitzende des parlamentarischen Klubs der SdP Abg. Ernst Kundt erklärt auf zwei Wählerkundgebungen, daß der deutsche Gruß erlaubt sei. "Der deutsche Gruß ist der offizielle Gruß des Sudetendeutschtums geworden! Wer nicht so grüßen will, bekennt sich nicht zum Sudetendeutschtum. [...] Allerdings ist der deutsche Gruß nicht zu gebrauchen um tschechische Staatsorgane oder politische Gegner aufzureizen, dann haben diese Leute nicht begriffen, daß der deutsche Gruß ist ein inneres Bekenntnis ist".

1940:
Ganz Holland mit sämtlichen Inseln ist nun nach der Beseitigung des letzten Widerstandes auf der Insel Walcheren, in deutscher Hand.

Nord-Belgien:
Deutsche Truppen drängen nach der Einnahme von Antwerpen den zäh kämpfenden Feind immer weiter nach Westen zurück. Westlich Antwerpen wurde die Scheide überschritten. Westlich Brüssel wurde Abschnitt der Dendre erreicht.

Sambre und Oise sind überschritten, Le Cateau und St. Quentin in deutscher Hand.

General Gamelin wird als alliierter Oberbefehlshaber abgelöst. An seine Stelle tritt der bisherige Oberbefehlshaber der "Orient Armee" (150.000 Mann) in Syrien, General Weygand.

1941:
Beginn der Operation gegen den Konvoi HX 126 im Nordatlantik (19. bis 21. Mai). Teilnehmende deutsche U-Boote: U-93 (Korth), U-94 (Kuppisch), U-74 (Kentrat), U-556 (Wolfahrt) U-98 (Gysae), U-97 (Heilmann) und U-109 (Fischer).

1942:
In der Nacht zum 20. Mai greifen 197 brit. Bomber Mannheim an.

Heeresgruppe Süd (Osten): Bei der 11. Armee heftige Kämpfe mit dem auf dem Küstenstreifen Kertsch-Jenikale zusammengedrängten Feind. Von der östlichen Kampfgruppe wurde Majak nordöstlich Jenikale genommen.

Bei der Armeegruppe Kleist wurde der Angriff in den Raum Isjum fortgesetzt. Der 16. Panzer-Division gelang der Vorstoß bis auf die Höhen südlich Isjum. Panzer- und Infanterie-Divisionen gehen ostwärts und westlich vorbei an Barwenkowa und erreichen mit Vorgeschobenen Abteilungen die Bereka südlich Petrowskaja. Die Gebirgs-Division übernahm den Schutz des linken Flügels in der allgemeinen Linie Barwenkowa-Bahn-Dubowo. In Kompaniestärke griff der Feind die auf dem äußersten Nordflügel stehende Abteilung Konrady an, konnte aber abgewehrt werden.

Bei der 6. Armee setzt der Feind seine Angriffe an beiden Einbruchstellen fort. Am Abend war nach wechselvollen Kämpfen die eigene Stellung wieder in eigener Hand. Nordwestlich Liwny wurden die Divisionen im Trudy-Bogen vom Feind in der Stärke von mehreren Kompanien angegriffen und drückten so den rechten Flügel nach Westen zurück.

Bei der Heeresgruppe Mitte konnten die südlich Kirow stehenden Divisionen im Angriff nach Süden mehrere Ortschaften nehmen und etwa 15 km nach Süden gewinnen. Die Panzer-Division südwestlich von Rshew nahm mehrere Ortschaften und warf den Gegner nach Süden zurück. In kühnem Vorstoß wurden die stark ausgebauten Stellungen bei Wel.Luki durchbrochen. Südlich Wel.Luki zum weiteren Angriff nach Süden.

Bei der Heeresgruppe Nord trat die Gruppe Lang zum Angriff gegen den im Südteil von Cholm stehenden Feind an.

Westlich Jamno wurde der feindliche Angriff an der Einschließungsfront abgewiesen.

Finnland:
Im Louhi-Abschnitt scheint sich der Feind zur Verteidigung einzurichten.

An der Murmansk-Front werden die eigenen Kräfte umgegliedert.

1943:
Während der Konvoischlacht um den Geleitzug SC-130 wurden versenkt:
U 273 unter Oberleutnant z. S. Hermann Rossmann wird im Nordatlantik südwestlich Island von der Hudson "M" (Fg. Off. J.N. Bell) des 269. Geschwaders der Royal Air Force (RAF) versenkt. Keine Überlebenden der 46 Mann Besatzung.

U 381 unter Kapitänleutnant Wilhelm-Heinrich Graf v. Pückler u. Limburg im Nordatlantik südöstlich Kap Farewell zuerst durch die Geleitkorvette "Snowflake", abgelöst durch den brit. Zerstörer "Duncan" (Cd. R.W. Greeeton). Keine Überlebenden der 47 Mann Besatzung.

U 954 unter Kapitänleutnant Odo Loewe im Nordatlantik südöstlich Kap Farewell von den brit. Fregatten "Jed" und "Sennen" versenkt. Keine Überlebenden der 47 Mann Besatzung. Zur Besatzung gehörte auch der Sohn von Großadmiral Karl Dönitz, Leutnat z.S. Peter Dönitz.

Das deutsche Lazarettschiff "Konstanz" wird wiederholt von britisch-amerikanischen Jagdbombern angegriffen. Beim ersten Angriff wedren drei Mann verwundet. Das Lazarettschiff wollte nun Pantelleria anlaufen. Auf der Fahrt dorthin wird es von drei britischen Zerstörern nordwestlich Pantelleria gestellt und angewiesen ihnen zu folgen. Ein britisches Prisenkommando ging an Bord. Am 20. Mai 1943 lief es in La Valetta auf Malta ein. Quelle: Ungesühnt! Anglo-Amerikanische Kriegsverbrechen 1939-1945 von Gert Sudholt

In Berlin empfängt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler Fanni Luukkonen, die Präsidentin der finnischen Frauenorganisation Lotta Svärd (242.000 Mitglieder 1944), die sich hier auf Einladung von Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink aufhält und überreichte ihr in Würdigung des hervorragenden Einsatzes der finnischen Frauenorganisation im gemeinsamen Freiheitskampf gegen den Bolschewismus den Stern des Deutschen Adlerordens. Gegründet 1921 als freiwillige finnische Frauenorganisation zur Landesverteidigung. Auf Weisung der finnischen Regierung wurde die Organisation am 23.11.1944 gemäß dem in Moskau unterzeichneten Waffenstillstandsabkommen aufgelöst.

Großbritannien stellt offiziell klar, daß Rom keine offene Stadt sei und gegebenenfalls von den Alliierten bombardiert werde.

1945:
Im Prager Machtbereich wird die Beschlagnahme des gesamten deutschen Eigentums durch den tschech. Staatschef Edvard Beneš verfügt.

Nach letzten Meldungen standen an der russischen Westfront (englisch-amerikanische Demarkationslinie)
  • 64 Armeen
  • 3 rumänische Armeen
  • 7 Panzerarmeen
  • 491 Schützen-Divisionen
  • 21 rumänische Divisionen
  • 39 Panzer-Korps
  • 7 Kavallerie-Korps
  • 5 rumänische Kavallerie-Divisionen
  • 151 selbständige Panzerverbände
  • 1 rumänische Panzer-Division


Erstellt Montag, 12. Mai 2008, 17:31 Uhr


"Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden, als wenn man ihr den Nationalcharakter, die Eigenheit ihres Geistes und ihrer Sprache raubt."
- J. G. Herder -

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Donnerstag, 21. Mai 2009, 10:49

Auszug Hans-Ulrich Rudel - Aus Krieg und Frieden, Tagebuchblätter 1945 und 1952

19. Mai 1945

Gerade haben wir uns darüber geeinigt, daß unser Gepäck doch wohl nie mehr kommen wird, und daß wahrscheinlich nicht Ross uns hereingelegt hat, sondern er hereingelegt worden ist! [...] Da wird auf einmal die Tür aufgerissen und -- wahrhaftig, das Gepäck hereingeworfen. Wir stellen bald fest, daß eine der zahlreichen alliierten Kontrollkommissionen uns von sämtlichen Dingen befreit hat, die direkt oder indirekt -- manchmal wohl sehr indirekt -- zur Flucht verhelfen könnten. Aber unsere Freude ist groß darüber, daß Capt. Ross sogar mit genauestem Termin sein Versprechen gehalten hat. Er war eine so erfreuliche Erscheinung inmitten einer Unzahl der unerfreulichsten Zeitgenossen, daß unsere Enttäuschung über das Nichteinhalten seines Versprechens mindestens genau so groß gewesen wäre, wie die Bitterkeit um den Verlust unserer letzten Habseligkeiten. Jetzt ist es so, als ob Ross sich in unserer Zelle zu uns gesetzt hat und wir in unserem heutigen trostlosen Dasein irgend einen Freund gewonnen haben. Und dieses Gefühl füllt die Zelle mit Sonnenschein. Ob Capt. Ross sich wohl bewußt gewesen ist, daß das Einhalten eines einfachen Versprechens für zwei Zelleninsassen solch eine Bedeutung hat? Jedenfalls sind wir für heute wieder einmal weitgehend mit der Menschheit versöhnt und sehen in diesem kleinen Ereignis irgendwie die Bestätigung einer immerwährenden Gerechtigkeit, die uns jetzt dafür belohnt, daß wir uns gegenüber Gefangenen immer korrekt und anständig betragen haben bei den wenigen Gelegenheiten, wo wir mit ihnen in Berührung kamen.Schon aus einer gewissen Selbstachtung heraus.

Hans-Ulrich Rudel: "Verloren ist nur, wer sich selbst aufgibt!"


"Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden, als wenn man ihr den Nationalcharakter, die Eigenheit ihres Geistes und ihrer Sprache raubt."
- J. G. Herder -

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