Wie fertig ist diese Partei? Philipp Amthor leitet ab sofort den Trümmerhaufen CDU Mecklenburg-Vorpommern
Am Sonntag schaffte die CDU es erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik in einen Landtag einzuziehen. In Mecklenburg-Vorpommern kam sie nur noch auf klägliche 4,9 Prozent und scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Als Reaktion auf dieses beispiellose Debakel, trat der Landesvorsitzende Daniel Peters, der mit seinem idiotischen „Fischbrötchen“-Wahlkampf seinen Teil zu dieser Katastrophe beitrug, trat gestern zurück.
Ausgerechnet der gallertartig-streberhafte Amthor, der wie sein eigener Urgroßvater aussieht und oberlehrerhaft agiert, in gänzlich unpassender Selbststilisierung als pseudomodern-jugendlich auftritt und sich als Regenschirmträger des Kanzlers und rückgratlose Rampensau hemmungslos in Szene setzt, soll nun einen Landesverband leitent.
Amthor ist damit das Lehrbuchexemplar für den völlig charakter- und ideenlosen Parteiapparatschik, dem es nur und ausschließlich darum geht, auf breiter Schleimspur nach oben zu rutschen und der sich erst letzte Woche noch mit einem Wahlkampfauftritt lächerlich machte, bei dem er Döner für vier Euro und ein Selfie mit sich an jeden verteilte, der einen CDU-Flyer vorweisen konnte, soll diese so schwer gebeutelte CDU-Filiale übernehmen.
Der nächste Kanzler?
Amthor bestätigte dann auch umgehend, warum er das abschreckende Beispiel für den Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal-Politikertypus schlechthin ist. Er hätte sich gewünscht, dass Peters und Generalsekretärin Katy Hoffmeister nicht zurücktreten, sondern weiter in Verantwortung geblieben wären, sagte er.
Die Niederlage schmerze sehr, weil Mecklenburg-Vorpommern seit der Aufbauphase nach der Wende von der CDU geprägt worden sei. Man wisse aber auch, „dass das eben nicht die Niederlage von Daniel Peters ist“. Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern brauche nun etwas Zeit, „dieses Ergebnis zu verarbeiten, es einmal sacken zu lassen: „Es wäre der Situation und des Ausmaßes der historischen Niederlage jetzt nicht angemessen, hier sofort eine Analyse zu präsentieren oder gar schon Rückschlüsse für eine zukünftige Aufstellung zu ziehen“.
Das alles ist typisch für Amthor. Der Jungfunktionär ohne nennenswerte Lebenserfahrung lügt jede Wahlniederlage, jedes Scheitern und jede Kehrtwende seiner jeweiligen Herren zurecht und behauptet heute völlig ungeniert und arrogant das Gegenteil von dem, was er gestern sagte.
Natürlich spekuliert er insgeheim längst auf den dauerhaften Parteivorsitz als Sprungbrett für seine weitere Karriere. Dass eine derartige Gestalt eine solche Blitzkarriere in der CDU machen kann und mittlerweile geradezu als Allzweckwaffe gilt, sagt alles, was man über den Zustand dieser Partei wissen muss.
Wahrlich würde es nicht wundern, wenn dieser von an die alten “MAD“-Hefte erinnernde Alfred-E.-Neumann-Verschnitt bald auch noch Kanzler würde.
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