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Sonntag, 11. April 2021, 19:02

Globaler Steuersatz und die angebliche Verschwörungstheorie

Wieder einmal ist die Erde eine Scheibe und die Politik besteht nur aus Zufällen! :verwirrt:

Das Original kommt vom Handelsblatt.

Quelle >>>

Zitat

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Die USA wollen den grossen Steueroptimierern an den Kragen. Schon seit Jahren wird über eine globale Steuerreform diskutiert, mit dem Ziel, dass die konzerninterne Verschiebung von Gewinnen in Steuerparadiese sich nicht mehr lohnt.

Jetzt kündigte Finanzministerin Janet Yellen an, eine globale Mindeststeuer von 21 Prozent anzustreben. Denn die Biden-Regierung will dem internationalen Wettlauf immer niedrigerer Steuersätze ein Ende bereiten.

Das sei eine "überraschende Trendwende, die politisch und ökonomisch motiviert ist", sagt Steuerexperte Rolf Röllin von PwCSchweiz. Die Corona-Pandemie habe dabei wie ein Katalysator gewirkt.

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Moderat wäre wohl eine Mindeststeuer zwischen 12,5 und 14 Prozent – damit könnte die Schweiz nach Ansicht von Experten noch leben. Doch: "Der amerikanische Vorschlag von 21 Prozent ist ein Hammer. Damit wäre der Steuerwettbewerb in der Schweiz tot", [...]

Über globale Mindeststeuern wird seit längerem diskutiert. Doch die 21-Prozent-Idee aus Washington liegt weit über dem, was bislang innerhalb der OECD angestrebt wurde: Dort war eher von 15 Prozent die Rede, als niedrigster denkbarer Steuersatz gar von 12,5 Prozent – wie in Irland. Alles darunter gälte als Steueroase.
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Wenn aber grosse Länder wie Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, China und Indien die USA unterstützen, könnte die 21-Prozent-Steuer tatsächlich durchkommen. Schätzungen zufolge würden vor allem die grossen Wirtschaftsmächte von einer allgemeinen Anhebung des Steuerniveaus profitieren. Die OECD selbst rechnet mit zusätzlichen Steuereinnahmen von 100 Milliarden Dollar.
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Den OECD-Regeln fern zu bleiben, ist daher keine Option. Wie es laufen könnte, zeigt die Vergangenheit: 2009 einigten sich die G7 auf den Informationsaustausch in Steuersachen. Wer nicht mitmachte, kam auf eine schwarze Liste. Für die Schweiz bedeutete es das Ende des Bankgeheimnisses.

Und so bleibt der Schweiz wohl nur übrig, sich in die laufenden Diskussionen einzubringen und die Regeln mitzugestalten.
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Nun kommt es darauf an, wie sich die grossen Staaten positionieren. Deutschland und Frankreich haben bereits signalisiert, den US-Vorschlag zu unterstützen. Bei einem virtuellen Treffen der G20-Finanzminister am Mittwoch zeigten sich der deutsche und französische Finanzminister zuversichtlich, im Sommer einer Einigung zu erzielen.

Ein Durchbruch scheint also absehbar: Anfang Juli ist das nächste Treffen der G20-Finanzminister geplant, der G20-Gipfel Ende Oktober in Rom.
Globale Mindeststeuer war da nicht mal was? Com­pact with Af­ri­ca :!:
Wer heute versucht mit Originalverweis das deutschsprachige Dokument vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit zu laden bekommt Error 404.
Beim suchen findet man eine überarbeite Version mit dem Stand 2021 und Alzheimer.

Zitat

[...]
Es ist nicht mehr vermittelbar, weshalb die Steuer-quote in den ärmsten afrikanischen Ländern unter 17 Prozent liegt, während sie in OECD-Ländern durchschnittlich 35 Prozent beträgt, oder wieso trotz des Verkaufs von Rohstoffen die Bildungs-haushalte in vielen afrikanischen Staaten chro-nisch unterfinanziert sind. Entscheidend ist es, eine verstärkte Mobilisierung des Privatsektors zu erreichen. Die Beteiligung Deutschlands und anderer Geber, aber auch multi-lateraler Entwicklungsbanken an entsprechenden Fonds senkt das Risiko der Anleger deutlich. Öf-fentliche Mittel fördern damit unmittelbar private Investitionen in Afrika. Jeder Steuer-Euro hebelt ein Vielfaches an privatem Kapital. Investitionen wer-den dadurch auch für großinstitutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionskassen attraktiv. Staatliche Entwicklungsgelder können darüber hinaus als Garantieinstrumente – analog der Absicherung von Wirtschaftsexporten durch Hermesbürgschaften – zur Absicherung von privaten Investitionen eingesetzt werden
(ODA-finanziertes Bürgschaftsinstrument).
Die bereits bestehende Multilaterale Garantieagentur der Weltbank könnte durch entsprechende Zusa-gen ihre Tätigkeit in Afrika ausweiten. Investitionen in Afrika dürfen zudem nicht länger unter Währungsrisiken leiden. Wir brauchen daher eine stärkere Absicherung von Lokalwäh-rungsrisiken, beispielsweise durch den Currency Exchange Fund.Deutschland wird zusammen mit der Weltbank, dem Internationalem Währungsfonds, den re-gionalen Entwicklungsbanken im Rahmen der G20-Präsidentschaft eine entsprechende Initiative für mehr private Investitionen in Afrika starten. Wir brauchen zudem eine bessere Koordination und Steuerung der vorhandenen Instrumente. Auch hieran arbeiten wir bereits mit der Weltbank. Die Strukturen des EU External Investment Plans können dabei als Plattform für eine gesamteuro-päische Investitionsoffensive dienen.
[...]
Beim nächsten G20 Gipfel sollten Polizei und Soldaten mal unerwartet frei machen und der Rest bringt Kaffee und Kuchen mit :!:

Mit freundlichen Grüßen :winken:

uebender

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Montag, 12. April 2021, 17:51

Quelle >>>

Zitat

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Zu Janet Yellens Vorstoss äussert sich Bern derweilen diplomatisch: Bundesrat Ueli Maurer bemerkte nach der virtuellen Jahrestagung von IWF und Weltbank am Donnerstagabend, über die Höhe einer weltweiten Unternehmenssteuer habe man sich noch nicht geeinigt.
[...]

Jene "Caritas" (IWF und Weltbank) also die die Entwicklungsländer erpresst ihr Tafelsilber an Großinvestoren zu veräußern! :diablo:

IWF Plan | Es ist offiziell!!
750 Aufrufe•12.04.2021

Steuererhöhungen ähnlich dem Grünen Parteiprogramm :!:

Mit freundlichen Grüßen :winken:

uebender

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matty (12.04.2021)

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Mittwoch, 28. April 2021, 15:52

Der globale Steuersatz wird vorangetrieben :!:

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Zitat

Internationale Politik
Scholz und Le Maire können sich globale Mindeststeuer vorstellen
Deutschland und Frankreich würden den von der US-Regierung ins Spiel gebrachten weltweiten Mindeststeuersatz von 21 Prozent für Unternehmen mittragen.

27.04.2021 16:30
"Persönlich hätte ich nichts gegen den US-Vorschlag einzuwenden", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz in einem am Dienstag veröffentlichten Gespräch mit "Zeit Online" und der französischen Zeitung "Le Figaro". "Sollte das das Ergebnis der Verhandlungen sein, wären auch wir damit einverstanden", fügte sein französischer Amtskollege Bruno Le Maire hinzu.
[...]
Besser wird nichts wenn wir weiter tatenlos zuschauen!

Mit freundlichen Grüßen :winken:

uebender

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matty (28.04.2021)

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