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Handwerkbetriebe
Verbandpräsident: Kostenanstieg bringt Handwerksbranche in schwierige Lage
Gestiegene Material- und Energiekosten machen Handwerksbetrieben zu schaffen. Das macht Kostenkalkulationen schwieriger. Laut Verband machen Firmen bei vielen Aufträgen ein Minus.
Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sieht die Unternehmen der Branche in einer schwierigen Situation. „Die Unternehmen und Betriebe im Handwerk sind stark verunsichert durch die Lage insgesamt, speziell durch die Materialknappheit und exorbitante Preissteigerungen, durch dramatische Energiepreiserhöhungen und die Inflation“
Bis zu kompletten Produktionsausfällen
Dazu komme, dass es immer mehr Stornierungen und Auftragsverschiebungen gebe. „Eine Reihe von Betrieben beispielsweise im Tiefbau hat sogar mit kompletten Produktionsausfällen zu kämpfen, weil etwa Stahl und Bitumen nicht vorhanden sind.
Wir haben große Probleme im Kfz-Handwerk, weil Ersatzteile nicht erhältlich sind. All das bringt viele Betriebe an den Rand der Existenz.“
Es sei daher ganz wichtig, dass die Bundesregierung jetzt das ihr Mögliche tue, um die betroffenen Handwerksbetriebe zu unterstützen, damit sie durch diese schwierige Zeit kommen, sagte der Präsident des Zentralverband des Deutschen Handwerks.
Maßnahmen reichen nicht aus
Es würden deutlich weniger Angebote abgegeben. „Es kann auf Dauer auch nicht im Interesse der Kommunen und Länder liegen, dass unsere Betriebe Verträge zu voraussichtlich defizitären Aufträgen abschließen, und dass sie es dann bei lang laufenden Aufträgen nicht überstehen“
„Dass viele Betriebe vor Ort in die Insolvenz gehen, kann nicht gewünscht sein. Dann fehlen Steuerzahler, dann fehlt die Leistung für die Kommune. Von daher hoffen wir, dass der Bund hier konkrete Handlungsempfehlungen macht.“
Der Staat dürfe in dieser Zeit den Betrieben nicht noch weitere Belastungen aufbürden. Er nannte etwa das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder eine Erhöhung von Sozialbeiträgen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »uebender« (31. Juli 2022, 10:37)
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uebender (31.07.2022)
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Wirtschaftskrise
Industrie leidet weiter unter Materialknappheit
Die Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten bleibt für die Industrie weiterhin ein großes Problem. Im Juli meldeten 73,3 Prozent der befragten Firmen Engpässe. Im Juni waren es 74,1 Prozent.
Das geht aus der aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts hervor. „Neben der grundsätzlichen Knappheit bei elektronischen Komponenten, tragen weiterhin auch Probleme in der weltweiten Logistik, insbesondere im Schiffsverkehr, zu den Beschaffungsproblemen bei“, sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.
In den Kernbranchen der deutschen Industrie bleibe die Situation kritisch. In der Elektroindustrie, dem Maschinenbau und in der Automobilbranche berichteten weiterhin rund 90 Prozent der Unternehmen, dass sie nicht alle Materialien und Vorprodukte bekommen.
„Für die nächsten Monate gibt es keine Anzeichen einer deutlichen Erholung bei der Beschaffung wichtiger Werkstoffe“. Deutlich verschärft hat sich die Lage bei den Getränkeherstellern: 70,5 Prozent der Unternehmen sind betroffen, nach 47,9 Prozent im Juni.
Hingegen entspannt hat sich die Situation in der Bekleidungsindustrie: Hier berichteten noch 64,1 Prozent über Engpässe, nach 81,7 im Juni. Den geringsten Anteil mit 30,5 Prozent meldeten die Metallerzeugung und -bearbeitung.
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uebender (01.08.2022)
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Konjunktur
Einzelhandel erleidet größten Umsatzeinbruch seit 1994
Inflation und explodierende Energiepreise sorgen für dramatische Veränderungen im Einkaufsverhalten. Im Juni brachen die Verkäufe im Einzelhandel real um 8,8 Prozent ein. Das gab es seit 28 Jahren nicht.
Die hohe Inflation, eine mögliche Stagflation und die Angst vor den explodierenden Heizkosten. All das sorgt in Deutschland mitten im Sommer für ein eisiges Konsumklima. Egal ob Lebensmittel oder Textilien – es wurde im Juni deutlich weniger eingekauft als noch vor einem Jahr.
Schlechte Geschäfte
Tatsächlich sind die Zahlen dramatisch. „Das ist der größte Rückgang zum Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe 1994“, berichtete die Behörde am Montag. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegele die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider, die das Konsumklima spürbar beeinträchtigten, erläuterte die Behörde.
Düstere Aussichten für den Einzelhandel
Und eine rasche Besserung der Kauflaune ist nicht zu erwarten. Auch in den kommenden drei Monaten sei mit einer schwachen Konsumstimmung im Einzelhandel zu rechnen, fasst der Verband das Ergebnis seines monatlich erstellten Konsumbarometers zusammen.
Angesichts von Ukraine-Krieg, Inflation und großen Unsicherheiten für die künftigen Entwicklungen würden die Menschen bei ihren Ausgaben zunehmend vorsichtig. „Die Konsumstimmung ist im Keller“.
Licht und Schatten im Textilhandel
Besonders hart traf die Kaufzurückhaltung im Juni den Textilhandel. Dessen Umsätze lagen sogar um 10,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Latte für die Branche habe deshalb sehr hoch gelegen.
Die Unterschiede in der Branche sind nach seinen Worten allerdings groß. Vergleichsweise gut sei die Situation in mittelständischen Modehäusern und Fachgeschäften, deren eher gut situierte Kunden kaum oder gar nicht unter den aktuellen Preissteigerungen litten.
Im Lebensmittelhandel wird wieder auf den Cent geachtet
Im Lebensmittelhandel lagen die Umsätze im Juni real um 7,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Supermärkte und Discounter hatten in der Pandemie davon profitiert, dass viele Veranstaltungen und Kneipenbesuche ausfielen und häufig im Homeoffice gearbeitet wurde.
Um es wenigstens zu Hause schön zu haben, griffen viele Menschen 2020 und 2021 beim Lebensmitteleinkauf tiefer in die Tasche. Man gönnte sich etwas. Vor allem den Supermärkten bescherte dies kräftige Umsatzzuwächse.
Ende des Höhenfluges im Onlinehandel
Und selbst der Internethandel, der in der Corona-Pandemie geboomt hatte, musste nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zuletzt eine Umsatzeinbruch hinnehmen.
„So normal der E-Commerce für die Menschen geworden ist, so wenig kann er sich der weitreichenden Störung des Konsumklimas, wenn nicht der Gesamtwirtschaft, entziehen“, sagte Groß-Albenhausen kürzlich.
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uebender (02.08.2022)
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Energie-Experte: Entweder Energie-Preise fallen – oder Firmen stellen Produktion ein
Die Entwicklung am Strom- und Gasmarkt bringt offenbar viele Unternehmen an einen Kipp-Punkt. Gleichzeitig warnt Bundesbank-Präsident Nagel vor einer Rezession.
Eine Twitter-Botschaft des Energie-Experten und Professor an der Hertie School Lion Hirth hat es in sich. Der Fachmann für den deutschen und europäischen Energiemarkt zieht das Fazit nach seinen Gesprächen mit Energiehändlern: „Sie sagen alle, ein großer Teil der deutschen Industrie habe aufgehört, Strom- und Gaskontingente für die Zukunft zu kaufen.
Entweder fallen die Preise, sagen die Firmen. Oder sie stellen die Produktion ein.“
Bei vielen Unternehmen herrscht blanke Existenzangst. Nach zwei entbehrungsreichen Pandemiejahren und nie da gewesenen wirtschaftlichen Herausforderungen mit Lockdowns und bis heute nicht behobenen Lieferkettenstörungen sind Energiepreisexplosionen, nicht nur bei Gas, echte Rentabilitätskiller.“
Für viele Unternehmen, so Jerger, „ist es der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Nicht wenige stellen Berechnungen an, ob eine Stilllegung der Produktion einer Aufrechterhaltung vorzuziehen ist.“
Bei vielen Unternehmen scheint angesichts von Börsenstrompreisen von mehr als 420 Euro pro Megawattstunde für die kommenden 12 Monate und starken Steigerungen auf dem Gasmarkt der Kipppunkt erreicht, an dem die Energiekosten ihre Produktion unrentabel machen.
„Wenn sich die Energiekrise zuspitzt“, so der Bundesbank-Chef, „erscheint eine Rezession im kommenden Winter wahrscheinlich.“ Nagel rechnet außerdem damit, dass die deutsche Inflationsrate im Herbst 10 Prozent erreichen könnte. Das wäre der höchste Stand seit 70 Jahren.
Bei einigen der verantwortlichen Politiker wächst die Nervosität angesichts der Strompreisentwicklung und einer möglichen Versorgungslücke, sollten die drei verbliebenen Atomkraftwerke tatsächlich bis zum Jahresende trotz der Energiekrise abgeschaltet werden.
Wolfgang Tiefensee (SPD), Wirtschaftsminister in der rot-rot-grünen Thüringer Landesregierung, sprach sich deshalb für einen Weiterbetrieb der Kernkraftwerke aus.
Die Antwort folgte postwendend: „Nein, nein und nochmals nein“
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uebender (22.08.2022)