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Dienstag, 14. September 2010, 14:28

So bauschen "Verfassungs"schutz und Medien auf

Zitat von »Deutsches Rechtsbüro 09/2010«



"20.000 rechte Straftaten" tönte es im Blätterwald unter Berufung auf den Verfassungsschutzbericht 2009. Vergleicht man dort die Angaben des Bundesinnenministeriums des Innern zur Frage der Straften mit links- bzw. rechtsextremistischem Hintergrund, ist – wie in den Vorjahren auch – folgendes festzustellen:

Das Ministerium zählt für das Jahr 2009: 4.734 Straftaten mit linksextremistischem Hintergrund und 18.750 Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund (siehe www.verfassungsschutz.de). Es wird daher der Eindruck erweckt, als verübten die "Rechten" knapp vier Mal so viele Straftaten wie die "Linken" und seien daher sehr viel krimineller und gewalttätiger.

Bei näherer Betrachtung stellt man aber folgendes fest: Die 4.734 Taten von "Links" betreffen "übliche" Straftaten, also vor allem Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Landfriedensbruch. Die 18.750 Taten von "Rechts" dagegen setzen sich aus 2.514 "üblichen" Straftaten und 13.280 Taten wegen §§ 86, 86a StGB (Verfassungswidrige Propagandamittel und Kennzeichen) und 2.956 Taten wegen § 130 StGB (Volksverhetzung) zusammen. Derartige Delikte gibt es in der BRD gegen "Linke" aber überhaupt nicht. Dies bedeutet, daß 87,6 % der Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund ausschließlich auf die Propagandadelikte entfallen und damit gerade keine Gewalttaten oder "üblichen" Straftaten darstellen, sondern nur die Äußerung von rechtsgerichteten Meinungen betreffen, die unter Strafe stehen. Vergleicht man nun die "üblichen" Gesetzesverstöße zwischen "Links" und "Rechts", stellt man überdies fest, daß 4.734 Taten von "Links" nur 2.514 Taten von "Rechts" gegenüberstehen. Die Zahl der Straf- und Gewalttaten von "Links" ist damit sogar etwa beinahe doppelt so hoch wie die der Gewalttaten von "Rechts". Damit ist das Verhältnis dieser Straftaten mit links- bzw. rechtsextremistischem Hintergrund genau umgekehrt gegenüber dem des ersten Anscheins.

Hinzu kommen noch folgende Ungereimtheiten: Uns liegen Unterlagen von zahlreichen Strafverfahren zu §§ 86a und 130 StGB vor, die Äußerungen oder Zeichen zum Inhalt haben, über die man nur den Kopf schütteln kann, weil sie z.B. Runen sind, - oder weil sie keine Hetze gegen Ausländer darstellen, sondern nur eine Kritik beinhalten. Wieweit es bei sich den vom Bundesinnenministerium genannten Taten tatsächlich um Hetze und Propaganda handelt und es überhaupt zu Verurteilungen durch höchste Gerichte kam, oder nicht vielmehr eine ausufernde Auslegung dieser Gesetze vorlag, ergibt sich aus dem Bericht nicht. Zudem erhalten wir immer wieder Berichte, daß z.B. bei Versammlungen "rechte" Täter bei dem kleinsten Verstoß mit aller Schärfe strafrechtlich verfolgt werden, dies bei "linken" Tätern aber gemäß der herrschenden "Deeskalationsstrategie" gar nicht der Fall ist, so daß bei den "linken" Taten eine hohe "Dunkelziffer" herrscht. Inwieweit daher die vom Bundesinnenministerium angegeben Zahlen der Wirklichkeit entsprechen, ergibt sich aus dem Bericht ebenfalls nicht.

Quelle: deutsches-rechtsbuero.de

PDF BRD-Grundgesetzschutzbericht 2009

M.k.G., U-34

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Sven

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Dienstag, 14. September 2010, 14:41

Ja wie immer alles eine Auslegungssache der System-Propaganda...

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