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Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland: sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen und gegen Kinder. - Ernst Moritz Arndt (1769-1860) -

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Mittwoch, 6. März 2019, 15:03

Das Konstrukt Tageszeitung ist überholt!

Die Zukunft der Leit- Medien wird zur Geschichte der Leid- Medien!

:diablo: :diablo: :diablo:

Die Bunten Leit- Medien des Systems befindet sich gerade im Todeskampf und daran sind sie selber Schuld.
Die Auflagen sinken seit Jahrzehnten kontinuierlich und ihr Untergang scheint unabwendbar.

Nun fragt sich aber der aufgeklärte Michel/ine, der wirklich noch an Nachrichten aus der Region und der Welt interessiert ist warum er sich seine Nachrichten so mühsam aus der Internationalen Presse zusammen suchen muß um überhaupt noch so etwas wie offene Berichterstattung zu finden.

:diablo: :diablo: :diablo:

Da für viele interessierte das Weltnetz im Gegensatz zur Merkeline kein Neuland mehr ist und die etablierten Systemtreuen Schmierblätter im System Wahrheiten gefangen sind, bleibt demjenigen ja nichts mehr übrig als sich von anderen offenen Quellen zu informieren.

Aber wie gesagt: :diablo: :diablo: :diablo:

Die Zeiten der Medialen (Un)Wahrheits des Systems laufen ab.
Ob die Schmierende Zunft von Lügel, Blöd und Co das jemals begreifen werden ist fraglich.


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Zitat

Zeitungssterben in Deutschland geht weiter: Leitmedien fürchten um „Räume ohne Kontrolle“

Mittlerweile erfasst auch Journalisten der Leitmedien zunehmend Sorge um ihre Zukunft und die ihrer Auftraggeber. Die Selbstkritik bleibt jedoch gedämpft.

Jedenfalls illustriert der enge zeitliche Zusammenfall dieser Ereignisse treffend das Bild von den „Einschlägen, die immer näherkommen“

„Das Jahr 2019 wird für den Journalismus noch viele solcher schlechten Nachrichten bereithalten. Die Anzeigenmärkte brechen weg. Die Tageszeitungen verlieren Abonnenten. Und nur wenigen Häusern gelingt es, digitale Angebote zu machen, für die die Leser bereit sind, zu bezahlen.“

Sterben auf Raten

Roland Tichy schreibt über die Entwicklungen im Printbereich:

Glücklich und klug ist, wer eine Tageszeitung rechtzeitig verkauft hat. Dumm dran ist, wer gekauft hat. Deswegen scheitern derzeit Verkäufe. Niemand hat die Kohle für die Stilllegung von Druckzentren, Bürokratien und Redaktionen. Daher ist es ein Sterben auf Raten.“

Dass die Digitalisierung, seit sie die Medienlandschaft erreicht hat, die Verlage und Herausgeber vor tiefgreifende Herausforderungen stellen würde, war absehbar.

Bereits Mitte der 1990er Jahre begannen die ersten Herausgeber, Online-Präsenzen für ihre Produkte zu schaffen und ausgewählte Artikel ins Netz zu stellen.

Das E-Abo wurde auch für Zeitungen mit vorwiegend regionaler Verbreitung, zu einer Option, um Leser zu gewinnen und zu binden

In den kommenden Jahren werden Zeitungen verschwinden. Es werden Titel eingestellt und Redaktionen nicht mehr berichten. Und diese Lücke werden nicht mehr nur Journalisten zu spüren bekommen. Sondern Stadträte, über deren Arbeit niemand mehr berichtet. Bürger, die über ihre Gemeinde nichts mehr erfahren. Es wird Räume geben ohne Öffentlichkeit.

Oberlehrer nicht gefragt

Stattdessen versuchen lokal verwurzelte Akteure, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen, was qualitativ manchmal besser, manchmal weniger gut gelingt, aber jeweils mit hohem persönlichem Einsatz, unternehmerischem Geschick und der Bereitschaft verbunden ist, eigene Befindlichkeiten nicht zum Maß aller Dinge zu machen.

Mittlerweile haben sich in einigen Städten und Regionen Nachrichtenportale etabliert, die seit Jahren überleben, wirtschaftlich Gewinne abwerfen und an inhaltlicher Qualität zugelegt haben. „Räume, die sich der Kontrolle entziehen“, wie Brauck sie befürchtet, müssen deshalb nicht automatisch auch Räume ohne öffentliche Debatte sein.

[…] die regionale Berichterstattung war dort schon immer bestenfalls lästiges Beiwerk. Seitdem nun auch die ‚Mäntel‘ aus fernen Buchstabenfabriken aufgeliefert werden, entfällt der letzte Grund, sich diese Retortenprodukte zu kaufen, in denen diese Buchstaben nur noch abgefüllt wurden.“

Dass manche dieser Angebote qualitativ nicht hochwertig seien, führt Spahn jedoch gerade darauf zurück, dass zu viele von den Großverlagen im Zuge ihrer Rationalisierungskampagnen abgebaute Schreiber dorthin gewechselt seien, die den Anspruch erheben, „als Oberlehrer einer tumben Nation auftreten zu können“.

Kontrollierte Demokratie und kontrollierte Öffentlichkeit

Hinter der vermeintlichen Furcht vor „Räumen ohne Öffentlichkeit, die sich der Kontrolle entziehen“ – ein nicht nur leiser Anklang an die „kontrollierte Demokratie“

der Traum vom Gatekeeper, der nicht nur den Nachrichtenfluss steuert, sondern vom Big Brother, der alles sieht, alles weiß, alles überwacht. Der jede Abweichung vom als ‚normal‘ Gewünschten sofort registriert und an den Pranger stellt.“

Tatsächlich deutet hingegen vieles darauf hin, dass gerade dauerhaft erfolgreiche Lokalmedien davon leben, dass die soziale Kontrolle besonders groß ist. Allerdings sind es keine fernen Chefredaktionen mit selbstgestecktem Erziehungsauftrag, die diese Kontrolle ausüben, sondern die Bürger und Akteure vor Ort.

Dies hat zur Folge, dass die erfolgreichen Medienprojekte mit regionaler und lokaler Bindung auf den ersten Blick unspektakulär, unkritisch oder so wirken, dass sie, wie Brauck es beschreibt, „weniger auf Journalismus setzen und mehr auf Vermarktung“. Dies muss jedoch nicht zwingend ein Nachteil sein.

„We report, you decide“ oder Haltungsjournalismus?

De facto führt das jedoch dazu, dass Vollständigkeit und Aktualität der Berichterstattung einen höheren Stellenwert einräumt als der „Einordnung“ des Geschehens. Der Leser soll demnach die Fakten, Sichtweisen und Narrative auf den Tisch gelegt bekommen – und am Ende selbst entscheiden, welche Darstellung er für die glaubhafteste hält.

Tichy meint dazu:

Nichts langweilt in Medien so sehr wie Wiederholung und Missachtung der Intelligenz der Leser. Sie wenden sich ab.“

Alexander Wendt bestätigt auf „Publico“ den Eindruck, dass es eine tiefgreifende Krise des Journalismus in Deutschland gäbe.

Diese sei jedoch keine Krise der Nachfrage, sondern des Angebots.

Haltungsjournalismus, Belehrungsdrang und Arroganz hätten für eine so tiefe Entfremdung gesorgt, dass Bürger schlicht nicht mehr bereit wären, für ihre eigene Beschimpfung auch noch Geld zu bezahlen.

Davon profitieren neue Formate, die dies vermeiden:

Die Leser der Schrumpfmedien sind als Leser nicht verschwunden. Sie lesen nur woanders.“



(Verweis nur für registrierte Mitglieder sichtbar!)

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Generation Online: Geht der Kampf der Print-Tageszeitung in die letzte Runde?


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Made in Germany | Zeitungen in der Krise


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Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ PvH

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