Sonntag, 20. Mai 2012, 22:35 UTC+2
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kleine_Heidin, Lynagh, Sven, U-179, U-34
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| Euch allen, die ihr noch mit Freundestreue An den verweg'nen Zitherspieler denkt, Und deren Bild, so oft ich es erneue, Mir stillen Frieden in die Seele senkt: Euch gilt dies Lied! ? O, daß es euch erfreue! Zwar hat euch oft mein wildes Herz gekränkt, Hat stürmisch manche Stunde euch verbittert, Doch eure Treu' und Liebe nicht erschüttert. |
So bleibt mir hold! ? Des Vaterlandes Fahnen, Hoch flattern sie am deutschen Freiheitsport. Es ruft die heil'ge Sprache unsrer Ahnen: »Ihr Sänger, vor! und schützt das deutsche Wort!« Das kühne Herz läßt sich nicht länger mahnen, Der Sturm der Schlachten trägt es brausend fort; Die Leier schweigt, die blanken Schwerter klingen. Heraus, mein Schwert! magst auch dein Liedchen singen. |
| Laut tobt der Kampf! ? Lebt wohl, ihr treuen Seelen! Euch bringt dies Blatt des Freundes Gruß zurück. Es mag euch oft, recht oft von ihm erzählen, Es trage sanft sein Bild vor euren Blick! Und sollt' ich einst im Siegesheimzug fehlen: Weint nicht um mich, beneidet mir mein Glück! Denn was berauscht die Leier vorgesungen, Das hat des Schwertes freie That errungen. |
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- Aus Theodor Körner's sämtliche Werke 1835 -
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| Abend wird's, des Tages Stimmen schweigen, Röter strahlt der Sonne letztes Glüh'n; Und hier sitz' ich unter euren Zweigen, Und das Herz ist mir so voll, so kühn! Alter Zeiten alte treue Zeugen, Schmückt euch doch des Lebens frisches Grün, Und der Vorwelt kräftige Gestalten Sind uns noch in eurer Pracht enthalten. |
Viel des Edlen hat die Zeit zertrümmert, Viel des Schönen starb den frühen Tod, Durch die reichen Blätterkränze schimmert Seinen Abschied dort das Abendrot. Doch um das Verhängnis unbekümmert, Hat vergebens euch die Zeit bedroht, Und es ruft mir aus der Zweige Wehen: »Alles Große muß im Tod bestehen!« |
| Und ihr habt bestanden! ? Unter allen Grünt ihr frisch und kühn mit starkem Mut. Wohl kein Pilger wird vorüberwallen, Der in euerm Schatten nicht geruht. Und wenn herbstlich eure Blätter fallen: Tot auch sind sie euch ein köstlich Gut, Denn verwesend werden eure Kinder Eurer nächsten Frühlingspracht Begründer. | Schönes Bild von alter deutscher Treue, Wie sie bess're Zeiten angeschaut, Wo in freudig kühner Todesweihe Bürger ihre Staaten festgebaut! Ach was hilft's, daß ich den Schmerz erneue? Sind doch alle diesem Schmerz vertraut! Deutsches Volk, du herrlichstes vor allen, Deine Eichen stehn ? du bist gefallen! |
- Aus Theodor Körner's sämtliche Werke 1835 -
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| 1. Schlachtfeld, wo der Todesengel würgte, Wo der Deutsche seine Kraft verbürgte, Heil'ger Boden, dich grüßt mein Gesang! Frankreichs stolze Adler sahst du zittern, Sahst des Wüt'richs Eisenkraft zersplittern, Die sich frech die halbe Welt bezwang. Euch, ihr Manen der gefall'nen Helden, Deren Blick im Siegesdonner brach, Ruf' ich in den Frühling eurer Welten Meines Herzens ganzen Jubel nach. |
2. Daß ich damals nicht bei euch gestanden! Daß, wo Brüder Sieg und Freiheit fanden, Ich, trotz Kraft und Jugend, doch gefehlt! Glückliche, die ihr den Tag erfochten, Ew'ge Lorbeern habt ihr euch geflochten, Zum Triumph des Vaterlands erwählt. Schwarz und traurig wie auf Grabestrümmern Wälzt auf Deutschland sich des Schicksals Macht; Doch begeisternd wie mit Sternesschimmern Bricht der eine Tag durch unsre Nacht. |
| 3. Sonnenhauch in düstern Nebeljahren, Deine Strahlen laß uns treu bewahren Als Vermächtnis einer stolzen Zeit! Überall im großen Vaterlande, Von der Ostsee bis zum Donaustrande, Macht dein Name alle Herzen weit. Aspern klingt's, und Karl klingt's siegestrunken, Wo nur deutsch die Lippe lallen kann. Nein, Germanien ist nicht gesunken, Hat noch einen Tag und einen Mann. |
4. Und solange deutsche Ströme sausen, Und solange deutsche Lieder brausen, Gelten diese Namen ihren Klang. Was die Tage auch zerschmettert haben, Karl und Aspern ist ins Herz gegraben, Karl und Aspern donnert im Gesang. Mag der Staub gefall'ner Helden modern, Die dem großen Tode sich geweiht: Ihres Ruhmes Flammenzüge lodern In dem Tempel der Unsterblichkeit. |
| 5. Aber nicht, wie sie die Nachwelt richte, Nicht die ew'ge Stimme der Geschichte Reißt der Mitwelt große Schuld entzwei. Ihre Todesweihe lebt im Liede; Doch umsonst such' ich die Pyramide, Die der Denkstein ihrer Größe sei. Auf dem Walplatz heiligten die Ahnen Ihrer Eichen stolze Riesenpracht, Und die Irmensäule der Germanen Sprach von der geschlag'nen Römerschlacht. |
6. In dem blut'gen Thal der Thermopylen, Wo der Griechen freie Scharen fielen, Grub's in Marmor ihrer Brüder Dank: »Wandrer, sag's den kinderlosen Eltern, Daß fürs Vaterland auf diesen Feldern Spartas kühne Heldenjugend sank!« Und Jahrtausende sind Staub geworden, Jenes Marmors heil'ge Säule brach, Doch in triumphierenden Akkorden Riefen's die Jahrhunderte sich nach |
| 7. Und erzählten trotz dem Sturmgetöse Ihrer Zeit von der Heroengröße Der Gefall'nen und von Spartas Dank. Groß war Griechenland durch seine Helden, Aber größer noch durch sein Vergelten, Wenn der Bürger für die Freiheit sank. Jenseits lohnt ein Gott mit ew'gen Strahlen, Doch das Leben will auch seinen Glanz. Nur mit Ird'schem kann die Erde zahlen, Und der Ölzweig windet sich zum Kranz. |
8. Drum soll es die Nachwelt laut erfahren, Wie auch deutsche Bürger dankbar waren, Wie wir der Gefall'nen That erkannt. Daß ihr Tod uns Lebende ermutet, Daß sie für Unwürd'ge nicht geblutet ? Das beweise, deutsches Vaterland! Deine Sänger laß in Liedern stürmen, Und zum Steine füge kühn den Stein, Und die Pyramide laß sich türmen, Der gefall'nen Brüder wert zu sein! |
| 9. Nur glaub' nie, du schmücktest ihre Krone, Wenn du deine goldnen Pantheone Über ihre Grabeshügel wölbst! Stolzes Volk! ? denkst du mit Marmorhaufen Deines Dankes Schuldbrief abzukaufen? Deine Kuppeln ehren nur dich selbst. Nur das Ew'ge kann das Ew'ge schmücken, Erdenglanz welkt zur Vergessenheit. Was die Zeiten brechen und erdrücken, Ist gemein für die Unsterblichkeit. |
10. Aber, Deutschland, um dich selbst zu ehren, Nicht den eignen Tempel zu zerstören, Den die angeerbte Kraft gebaut, Dich, Germania, in alter Treue, Männerstolze, kühne Heldenbraut! Friedlich Volk, brich aus den kalten Schranken, Warm und frei, wie dich die Vorwelt kennt! Auf den Feldern, wo die Adler sanken, Türme deines Ruhmes Monument! |
| 11. Sieh umher bei fremden Nationen, Wie sie dort ein mutig Werk belohnen, Wie der Marmor in den Tempeln glänzt! Jeder Sieg aus dunkler Wissenssphäre Drängt sich in das Pantheon der Ehre, Und der kühne Künstler steht bekränzt. Aber gibt es einen Preis im Leben, Wo hinan nicht dieser Kampf gereicht? Gut und Blut für Volk und Freiheit geben ? Nenn' die That, die sich der That vergleicht! |
12. Drum, mein Volk, magst du den Aufruf hören! Östreich! deine Toten sollst du ehren! Wer zum deutschen Stamme sich bekennt, Reiche stolz und freudig seine Gabe, Und so baue sich auf ihrem Grabe Ihrer Heldengröße Monument, Daß es die Jahrhunderte sich sagen, Wenn die Mitwelt in den Strudel sank: »Diese Schlacht hat deutsches Volk geschlagen, Dieser Stein ist deutschen Volkes Dank!« |
- Aus Theodor Körner's sämtliche Werke 1835 -
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Chatten-Wolf, kleine_Heidin, Lynagh, Märchenwesen, Njörd, U-179
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