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Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland: sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen und gegen Kinder. - Ernst Moritz Arndt (1769-1860) -

Chatten-Wolf MännlichJungfrau

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Freitag, 19. Dezember 2008, 18:24

Aus gegebenen Anlass: Julfest - Sonnenwende - Feuersprüche

Da sich in wenigen Tagen wieder die Wintersonnenwende, unser heiligstes Fest nähert, hier ein paar Feuersprüche vielleicht fügt der eine oder andere Kamerad Kameradin ja ein paar an.

MkG

Chattenwolf

Zitat

Sonnenwende, komm und ende
alles Dunkel, mach uns frei!
Wende ab den Schlaf der Satten,
wende ab den Tod der Schatten,
wende ab die Nacht der Träume,
sende Licht in alle Räume!

Karl Schüler

:%%:

Zündet die Feuer!

Versteckt nur in Tälern dürfen sie brennen?
Holt sie hervor, ihr sollt euch zum Mal der Flammen bekennen!
Verbrennet die Lüge, die fahl und bleich
die Seele benetzte mit billigem Tand.
Und tragt der Wahrheit Fackel ins Reich!

Zündet die Feuer!

So daß ihr heller leuchtender Schein
die Schlafenden wecke,
bis in die dunkelste Kammer hinein.
In dämmernde Zukunft Schritt für Schritt
Jugend voran!
Ein ganzes Volk faßt dann wieder Tritt.

Zündet die Feuer!

Bald lodern die Flammen in nächtliche Luft
und trotzen dem Dunkel.
Spürt ihr, wie der neue Morgen schon ruft?

Iwolf

:%%:

Flamme zum Himmel, Du leuchtende Glut
Funken sprühe in deutschen Blut
Lasset uns das Licht unsere Freiheit springen
Daß unsere Feuer nicht niedersinken !

Flamme zum Himmel durch Dunkel und Nacht
das aus im Traum mein Deutschland erwacht!
Funken sprühe in unserm Blut
Leuchter zum Himmel flammenden Glut !

Verfasser unbekannt

:%%:

Strohfeuer brennt hell
und Reisig lischt schnell.
Zu Asche wird, was so loht.
Doch hat das Holz
noch Mark und Stolz,
dann leuchtet's ins Morgenrot!

Iwolf

:%%:

Und brennt auch das Feuer auf heimlichen Plätzen
in den Mulden und Gräben und hinten im Tal -
es brennt doch nach uralten, heil'gen Gesetzen
und ist uns ein uraltes, heiliges Mal.

Können wir unser Fest auch nicht offen begehen
und feiern es so, wie der Kampf es gebeut,
denn in uns ist Hoffnung, daß nie wird vergehen
der Brauch uns'rer Ahnen auch in künftiger Zeit.

Hoch schlagen zum nächtlichen Himmel die Flammen,
hoch schlagen die Herzen - frei ist unser Sinn.
So wie wir hier stehen: im Kreise zusammen.
so sind wir des werdenden Volkes Beginn.

Aus Österreich, ca. 1936</address>

:%%:

Zum Kampfe ruft ihr gegen die Feigen.
Die Flamme wird den Weg euch zeigen.
Hüter der Flamme zu sein ist Mannestum,
Hüter der Zeit zu sein ist Ehre und Ruhm.

Hans Redlich

:%%:

Flamme, bei deiner aufleuchtenden Reinheit
schalle das Schwurwort, das nimmer vergeht:
Kampf sei die Losung, bis wieder zur Einheit
Deutschland aus Ketten und Banden ersteht.
Flamme, verzehre die feindliche Schranke,
die heute den Bruder vom Bruder noch trennt !
Eins wollen wir werden in Tat und Gedanke,
Volk, das sich wieder zusammenbekennt !
Flamme, entzünde uns allen die Herzen,
wirf uns als leuchtende Fackeln ins Land !
Aufbruch soll werden aus Elend und Schmerzen,
lodernd, ein einziger Feuerbrand !

Heinrich Anacker

:%%:

Brenne Fackel! Leuchte Flamme !
Geh von Hand zu Hand.
Trag den Glauben, trag die Treue
weiter durch das Land.
Vater, gib dem Sohn sie weiter,
Mutter deiner Maid !
Daß der Glauben und die Treue
leuchten durch die Zeit !

:%%:

So standen in grauer Vorzeit die Ahnen,
so stand einst die Jugend auf nächtlicher Fahrt.
So stehen wir heute - ein einziges Mahnen -
fest und geschlossen ums Feuer geschart.
Wir öffnen die Herzen, wir heben die Hände,
wir grüßen des Jahres fruchtbringende Wende,
wir grüßen des Lichtes gesegneten Lauf:
Sonnwendfeuer flamm auf nun, flamm auf !

Die Flamme lodre durch den Rauch,
Begeht den alten heiligen Brauch,
So wird das Herz erhoben.
Die Flamme reinigt sich von Rauch,
So reinig' unsern Glauben;
Dein Lich, wer kann es rauben!


Johann Wolfgang von Goethe
Quelle:
(Verweis nur für registrierte Mitglieder sichtbar!)
Was stört es eine alte Eiche - wenn sich eine wilde Sau dran scheuert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kleine_Heidin« (19. Dezember 2008, 19:51)


U-34 Weiblich

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Dienstag, 21. Dezember 2010, 23:50


Bildquelle: (Verweis nur für registrierte Mitglieder sichtbar!) (Verweis nur für registrierte Mitglieder sichtbar!)

DIE FLAMME SEI SYMBOL

Nicht alten Brauch zu tilgen ist der Wille,
nein, ihn mit neuem, tiefen Sinn zu füllen.
die Flamme lodre, doch erfaßt es wohl:
Weh Euch, wenn Euch die Flamme kein Symbol!
Wie sie mit Brausen immer aufwärts glüht,
zeigt sie den Weg Dir, jugendlich Gemüt!
Erst glimmt der Stoß und qualmt am Boden schwer,
kriecht richtungsuchend irdisch hin und her,
doch dann, je mehr der schwere Stoff zerbricht,
schießt Licht empor, empor zum Urquell Licht.
Zündet den Holzstoß, alt und jung gepaart,
Urväter Sitte, heilige deutsche Art.


- Franz Herwig (1880 - 1931 ) -

:%%:

FEUERSPRUCH

Wühlt, ihr Winde,
Braust, ihr Flammen,
Treibt es in die freie Nacht!
Glüht es nieder,
Brennt zusammen,
Was und krank und elend macht!

Hei, da geht ein lichtes Freuen,
Geht ein Stürmen durch den Brand!
Funken, Funken will er streuen,
Funken übers deutsche Land.

Daß die Ketten von uns fallen,
Daß die Zeit uns reife,
Daß der alte Zorn uns greife,
Daß die Glut die Tränen sauf':
Feuer, spring auf!

Pfeift der Wind uns Lügen zu,
Heil'ge Flamme, führe du!
Feuerhelle, groß und klar,
Mach uns stark und mach uns wahr!


- Ernst Emanuel Krauss; Pseudonym Georg Stammler (*1872 in Stammheim b. Calw; † 1948 in Gießen) -

:%%:

SONNENWENDFEUER

Die Flamme lodert in die Nacht
und will zum Himmel steigen.
Wir stehn und halten stille Wacht
und schweigen ...

Wir träumen in die rote Glut
und fühlen uns geborgen,
und ist, als gäbe sie uns Mut
für morgen. --

Nun glimmt nur noch der letzte Stoß,
die letzten Funken sprühen ...
doch unsere Augen bleiben groß und glühen!


- Rolf Börnsen -

:%%:

NEUE SONNENFAHRT

Feuerwagen heran!
Sonnenrosse, greift aus,
sprengt den Schattenbann!

Glühendes Rad der Zeit,
sprühe die Gaben heraus!
Wende dich, ducke dich, Neid!

Sand im Stundenglas rinnt.
Steinbock steht hoch im Kreis.
Wille und Tat beginnt.

Auf, Mensch, wach auf,
brich des Geschickes Eis,
schwing dich zum Sonnenlauf!


- Elisabeth von Langen -

:%%:

DAS HOHELIED DER MUTTERN

In dieser Weihenacht, da aus dem Schoß des alten Jahres
Das neue Jahr mit Brache, Saat und Ernte Quillt,
Erschauen wir in dunkler Winternacht ein klares,
Jahrtausendaltes, hold vertrautes Bild:

Es faltet eine Mutter schlicht im Schoß die Hände,
In jenem Schoß, der schmerzensreich ein Kind gebar,
Und in der tiefsten Dunkelheit der Winterwende
Fällt ihr ein Stern vom hoben Himmel in das Haar.

Aus Volkes Tiefen klingt dazu ein altes Wiegenlied,
Es greift das Kind frohlockend nach dem goldnen Sterne.
Die Mutter aber lächelt leis beglückt und sieht -
Wie Mütter manchmal tun - in eine weite, weite Ferne.

Sie sieht zurück und Ahnen kommen hergegangen,
Sie steht voraus - auf ihrem Schoß das Kindlein lacht.
Das ist das Bild, das Maler malten, Dichter sangen.
Das Hobelied der heil'gen deutschen Mutternacht.


-Thilo Scheller (1897 - 1979) -

:%%:

MITTWINTER

Hüte das Feuer. Die Nacht ist groß.
Dunkle Gewalten ruhn ihr im Schoß.
Frost kommt vom Berge mit klirrendem Schuh
Winterwind friert uns die Scheiben zu.

Hüte das Feuer. Der Wind heult im Herd.
Kamen nicht Schritte? Schnaubte ein Pferd?
frage nicht! Schweige! Die Toten find stumm.
Mittwinternacht ist. Die Toten gehn um.

Hocken sich nieder beim flackernden Licht,
Schauen dir groß ins Angesicht,
Prüfen dein Werk und grüßen dein Kind,
Gehen, wie sie gekommen sind.

Lausche nicht bang in das Dunkel hinaus.
Gute Gewalten hüten dein Haus.
Frage nicht. Alles ist, wie es war -
Sonne, steig auf! Steig auf, neues Jahr!


- Herbert Sailer -

:%%:

SONNENWENDE

Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ocean!

Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.

Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft´gen Thal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunk´nen Strahl.


- Ludwig Uhland (1787 - 1862) -

:%%:

JAHRESLAUF

Die Zeit ist reif,
es dreht das Sonnenrad zu neuem Lauf
auf altem Schicksalspfad
im Jahreskreis der Sonnenwend.

Brenn, Flamme,
brenn in uns und reiß uns mit,
brenn klar die Herzen und der Augen Blick
nach Urgesetz der Sonnenwend.

Nun braust der Sonne e`wger Sternengang,
die Kraft der Erde neu
als Wiederklang
im Urgesetz der Sonnenwend.

Im gleichen Strom des Blutes schließt den Ring;
neu komm uns Kraft,
daß unser Weg geling
im Jahreskreis der Sonnenwend.


- Walther Kurka -

:%%:

Ein helles Licht ist uns entbrannt

Ein helles Licht ist uns entbrannt,
das leuchtet weit ins dunkle Land
und kündet Mensch und Tier und Baum
der Sonne Sieg im Weltenraum.
Die Sonne und das edle Blut
sind ewig jung und ewig gut.
In Kälte, Winternacht und Not
bewahr´ das Leben sie vor Tod.
Der grüne Baum, die frohen Kind
des großen Lebens Zeugen sind,
das heute Nacht zu großer Freud
nach ew´ger Ordnung sich erneut.


- Lothar K. von Rutkowski (1908 - 1992 -

:%%:

HOHE NACHT DER KLAREN STERNE

Hohe Nacht der klaren Sterne,
Die wie weite Brücken stehn
Über einer tiefen Ferne,
D'rüber unsre Herzen geh'n.

Hohe Nacht mit großen Feuern,
Die auf allen Bergen sind,
Heut' muss sich die Erd' erneuern,
Wie ein junggeboren Kind!

Mütter, euch sind alle Feuer,
Alle Sterne aufgestellt;
Mütter, tief in euren Herzen
Schlägt das Herz der weiten Welt!


- Hans Baumann (1914 - 1988 ) -

Forenberg.deVideoYouTube

"Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden, als wenn man ihr den Nationalcharakter, die Eigenheit ihres Geistes und ihrer Sprache raubt."
- J. G. Herder -

matty MännlichJungfrau

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3

Dienstag, 19. Juni 2012, 21:52

Sonnenwende – Bedeutung, Feiern und Bräuche


Zitat

Lernen Sie mehr über die Geschichte von Feuerbräuchen und wie die Christen den Heiden die Feste stahlen.

Astronomisch bezeichnet die Sonnenwende die Punkte im jährlichen Lauf der Sonne auf der Himmelskugel, an denen die Sonne am weitesten vom Himmelsäquator entfernt ist. Diese Punkte werden zweimal im Jahr erreicht, danach kehrt sich die Bahn der Sonne auf der gedachten Kugel des Himmels um. Am 21. Juni erlangt die Sonne den größten nördlichen Abstand und am 21. Dezember den größten südlichen Abstand zum Himmelsäquator.
Sonnwendfeiern – Bedeutung des Feuers

Feiern zur Sonnenwende haben sehr alte Wurzeln. Sie wurden insbesondere von Kelten, Germanen und Slawen der vorchristlichen Zeit begangen. Die Menschen damals wiesen den Wendepunkten innerhalb eines Jahres sehr große Bedeutung zu. Das regelmäßig wiederkehrende Jahr mit seinen verschiedenen Jahreszeiten und den davon abhängigen Vorgängen von Aussaat, Wachstum und Ernte galt als heilig und wurde dem Wirken göttlicher Mächte zugeschrieben.


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Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ PvH

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